Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Studien über das Reduktionsvermögen animalischer Faserstoffe
Person:
Ulrich, Gustav
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18658/9/
Studien über das Reduktionsvermögen animalischer Faserstoffe. 33 
Verbuche Nr. 2 28,6 °/o Ameisensäure von der ursprünglich 
verwendeten Ameisensäure in der Flüssigkeit verblieben sind. 
Demnach hat die Wolle 65,3 bezw. 71,4°/o Ameisensäure auf- 
gonommen. ') Es ist hieraus schon der verhältnismäßig geringe 
Anteil der Ameisensäure an dem Reduktionsvorgange der Chrom- 
säure, selbst wenn diese nur teilweise erfolgte, ersichtlich. Die 
Chromsäuremenge in der Flotte betrug für Versuch 2 nach 
Moulin2) bestimmt: 0,0004364 g Cr03 per 250 ccm. Die er- 
hf.hte Aufnahme von Ameisensäure in Gegenwart von Chrom¬ 
säure durch die Faser ist wohl auch auf die: weitergehendere 
hydrolytische Spaltung der letzteren zurückzuführen. 
Die Wiederholung dieser Versuche mit der doppelten Menge 
an Ameisensäure — also 1,38 °/o (auf das Wallgewicht berech¬ 
net) — bot ein analoges Bild, das gleichfalls zur Annahme 
einer nur höchst geringfügigen Anteilnahme der Ameisensäure 
am Reduktionsprozesse führte. 
Tabelle 2. 
Ver¬ 
In Anwendung gebrachte 
Zur Neutralisation von 
Wolle 
Mengen an 
100 ccm d. Testieren¬ 
suchs- 
Y,, 
in g 
Ameisensäure ; 
Chromsäure 
den Flüssigkeit wurden 
vei braucht ccm 
in Prozenten auf das Wollgewicht 
‘/.o-n-NaOH 
3 
5 
1,38 
_ 
2,175 
t 
f 
5 
1.38 
1 
i . .. 
1,97 
Rechnet man wieder die dieser Natronlauge entsprechende 
Menge als Ameisensäure, so scheint es, daß im Versuche Nr. 4 
2.34 °/o Ameisensäure mehr als im Versuche Nr. 3 von der 
ursprünglich verwendeten Ameisensäure verbraucht wurden. 
Im ganzen hat die Wolle annähernd ca. 64,69 o/0 resp. 67,03 °/o 
Ameisensäure aufzunehmen vermocht, gleichgültig, ob in Gegen¬ 
wart von Chromsäure oder ohne dieser (siehe Versuch Nr. 3) 
gearbeitet wurde. Die Reduktion der Chromsäure war bei 
*) Naturgemäß ist in der genannten Prozentzahl auch jene Ameisen¬ 
säuremenge, welche von den Spaltungsprodukten der Fasersubstanz neu¬ 
tralisiert wurde, eingeschlosseh. 
*) wie oben. 
Hoppe-Seylcr s Zeitschrift f. physiol. Chemie. LV. 3
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.