Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beiträge zur Kenntnis des Hämatins: Über einige Salze, ester und Anilinderivate der Hämatinsäuren, sowie über Kondensationsprodukte ihrer Ester
Person:
Küster, William
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18653/28/
52X 
William Küster, 
In der lat lag noch ein saurer Ester vor, wie die Re¬ 
aktion der Lösung in absolutem Alkohol ergab, und die Tit¬ 
ration bestätigte das Vorhandensein einer einbasischen Säure 
< ' 
O,ô0ô5 g Substanz verbrauchten 8,7 ccm V*-n KOH. berechnet 3 0 ccm 
ym > v * m > > . i 2,o l 
Doch ergab weder die mit Kaliumhydroxyd noch die mit 
Ammoniak neutralisierte alkoholische Lösung mit alkoholischer 
Silbernitratlösung sofort einen Niederschlag, in beiden Fällen 
hatte sich aber nach dreistündigem Stehen eine geringe braune 
Fällung1) gebildet, und über Nacht entstand im Filtrat ein 
erheblicher, weißer Niederschlag, z. B. 0,227 g bei 0,621 g 
Kster. Wie die Analyse ergab, lagen hier aber die Silbersalze 
des Monoäthylesters vor: 
0.1235 g Substanz gaben 0,080 g AgCl. 
0,10b) » ► > 0.066 » ' * 
Berechnet für Cl0HtsAg,Oc: Gefunden: 
°/o Ag 48,65 iS,3 48,0 
Demnach war also eine teilweise Verseifung eingetreten, 
wie denn überhaupt die Verseifung des Esters leicht bewerk¬ 
stelligt werden konnte, z. B. durch den Versuch, den Ester 
durch Schütteln mit verd. Natronlauge oder Ammoniak bei 
/ammer-Temperatui in Lösung zu bringen, was immer längere 
Zeit erforderte, worauf aber nach dem Ansäuern Äther Häma¬ 
tinsäure extrahierte. 
Auch andere Salze ließen sich von diesem sauren Ester 
nicht hersteilen: Brom zu addieren, gelang gleichfalls nicht. 
Was die Konstitution dieses Diäthylesters betrifft, so 
bleibt fraglich, welche der beiden Garbox yfgruppen 1 und 2 
nicht äthyliert wurde, anzunehmen ist aber, daß die Gruppe 3 
eines der beiden Alkyle enthielt. Wenn es sterische Gründe 
sind, welche die Veresterung verhindern, so käme Gruppe 2 
in Betracht, denn sie kann, wie aus einem Modell hervorgeht, 
in einer bestimmten Lage, deren Fixierung allerdings durch 
nichts bedingt erscheint, außer der Carboxylgruppe 1 auch der 
driften Carboxylgruppe so nahe zu stehen kommen, daß ihrer 
M Dieselbe enthielt 78.6°/o Ag.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.