Bauhaus-Universität Weimar

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242 Theodor Panzer, 
abgefallen waren, nämlich die von dem zerkleinerten Organe 
abgegossenen und filtrierten Alkohol-und Acetonportionen und 
die einzelnen Acctonmutterlaugen, welche nach dem Auskochen 
des Organs und nach dem Abkühlen des filtrierten Auszuges 
von den abgeschiedenen Krvstallen abfiltriert worden waren, 
sowie der letzte Acetonauszug, welcher beim Abkühlen im Kis- 
kasten klar geblieben war, wurden vereinigt, zunächst aus dem 
Wasserbade soweit als möglich destilliert, der Destillations¬ 
rückstand auf dem Wasserbade getrocknet und der getrocknete 
Abdampfrückstand in derselben Weise, wie bei der Gewinnung 
der Krystalle A beschrieben ist, wiederholt mit Aceton aus¬ 
gekocht. Beim Erkalten schied sich die Substanz zumeist noch 
nicht rein genug aus, es war ihr gewöhnlich Fett beigemengt. 
Hin- oder zweimaliges Umkristallisieren aus heißem Aceton 
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j genügte jedoch, um sie in homogenen Krystallen, frei von 
amorphen Beimengungen zu erhalten. Dann erst wurden sie 
genau so wie die Krystalle A zur Wägung gebracht. Im fol¬ 
genden ist diese zweite Krystallisation als «Krystalle B» be¬ 
zeichnet. Auch sie wurden für weitere Untersuchungen wie 
die Krystalle A gereinigt. 
Alle bei der Abscheidung und beim Umkrystallisieren der 
Krystalle B resultierenden Mutterlaugen wurden gesammelt und 
gemessen. Berechnet man nun aus dem Volumen dieser Mutter¬ 
laugen und der oben angeführten Zahl für die Löslichkeit der 
Substanz, wieviel doppeltbreehende Substanz in diesen Mutter¬ 
laugen enthalten war, so begeht man sicher einen beträcht¬ 
lichen Fehler. Doch ist es höchstwahrscheinlich, daß nicht 
weniger als die so berechnete Menge doppeltbrechender Sub¬ 
stanz in den Mutterlaugen enthalten war. Unter dieser Voraus¬ 
setzung ist auch im folgenden diese Menge in Rechnung ge¬ 
stellt worden, wie ja überhaupt von einer exakten quantitativen 
Bestimmung hier keine Rede sein konnte. Die so gewonnenen 
Zahlen sollten vielmehr nur einen Überblick über die Mensen 
doppeltbrechendcr Substanz geben, welche sich in den einzelnen 
Organen vorfinden. 
Sowohl die Krystalle A als auch die Krystalle B erwiesen 
sich in allen Versuchen frei von Phosphor und Stickstoff.
        

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