Bauhaus-Universität Weimar

146 
W. W. Sawjalow, 
den Grundsatz, daß ein und dasselbe Plastein aus verschiedenen 
Eiweißkörpern dargestellt werden kann. In der Tat, Plasteine 
mit abweichender Zusammensetzung Tder II. Gruppe) sind aus 
dem Witte-Pepton, Serumalbumin, (Dasein, Mandelglobulin und 
Ovalbumin erhallen. Aber auch aus allen diesen Stoffen wurden 
Plastei ne ganz typischer Zusammensetzung erhalten (Tabelle IV. 
Nr. 1, 2. 7 und 18). Aus allen Plasteinanalysen kann man 
folgenden objektiven Schluß ziehen: es exstieren Bedingungen, 
unter welchen Plastein einer und derselben Zusammensetzung 
aus verschiedenen Kiweißstoffen dargestellt werden kann: unter 
anderen Bedingungen weicht die Zusammensetzung des Plasteins 
von diesem Typus ab. Als normale, typische Zusammensetzung 
wollen wir dennoch die mittlere Zusammensetzung der ersten 
Gruppe annehmeii und zwar aus dem Grunde, weil die meisten 
Plasteinpräparate augenscheinlich dieser Zusammensetzung sich 
am meisten nähern. So haben 19 Präparate aus 82 diese mittlere 
Zusammensetzung. Zweitens weil unter normalen Bedingungen, 
d. h. bei kurzdauernder Verdauung eben dieses typische Plastein 
am öftesten entsteht. 
Die dritte Gruppe der Präparate, welche unter dem Namen 
Plastein beschrieben sind, hat offenbar mit dem Plastein nichts 
Gemeinsames, weder in ihren Kigenschaften, noch in ihrer Zu¬ 
sammensetzung. Zu dieser Gruppe gehören zwei Präparate von 
Law row und ein -Präparat von Bayer. 
Bayer weist selbst darauf hin, daß ihm nicht Albumosen, 
sondern wahrscheinlich Polypeptide als Material zur Plastein- 
bildung dienten, ln einem seiner Fälle arbeitete Lawrow un¬ 
zweifelhaft unter denselben Verhältnissen (Tabelle V, Nr. 17.i 
Dieses Präparat wurde aus Verdauungsprodukten erhalten, 
welche durch Phosphorwolframsäure nicht gefällt werden, d. h. 
weder zu den Albumosen, noch zu den Peptonen gehören. Die 
Herkunft des Präparates Nr. 16 (Tabelle V) ist nicht, so klar: 
aber wenn wir in Betracht ziehen, daß es aus den Produkten 
der 11 li monatlichen Verdauung gewannen w urde, daß weiter 
seine Zusammensetzung sich der des Präparates Nr. 17 nähert, 
kann man voraussetzen, daß dieses Präparat auch aus Polv- 
peptiden stammt.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.