Bauhaus-Universität Weimar

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G. Olivi, 
2. Reihe. — Die Einwirkung der Kälte auf die Kom¬ 
ponenten des Hämolysins. 
Nachdem die Einwirkung niedriger Temperaturen auf 
die Blutkörperchen nachgewiesen worden, erscheint eine ent¬ 
sprechende Untersuchung bezüglich der Hämolysinkomponenten 
als erforderlich, will man feststellen, welcher Anteil auf die Ver¬ 
änderungen der einen, welcher auf jene der anderen Kom¬ 
ponente bei den Kälteversuchen mit der Mischung zurück¬ 
zuführen ist. Ein solcher Nachweis ist um so wichtiger, da das 
Hämolysin eine labile Komponente, das Komplement, aufweist. 
Aus der diesbezüglichen Literatur wollen wir die Beobachtungen 
von Lüdke hervorheben; dieser Forscher hat Hämolysine für 
Ochsen- und Hammelblutkörperchen durch 10 bis 30 Minuten 
der Temperatur der flüssigen Luft, nämlich 190°, ausgesetzt — 
und zwar sowohl die Hämolysine in toto als deren einzelne 
Komponenten, Amboceptor und Komplement, — dabei aber 
keine bemerkenswerte zerstörende Wirkung wahrgenommen. 
Um Amboceptoren allein zu erhalten, wurde das Serum 
inaktiviert (30 Min. bei 56 °) und als Komplement wurde frisches 
Serum eines normalen Kaninchens angewandt. 
€ 
I. Der Kältewirkung ausgesetzte Blutkörperchen 5,00 
0,05 
0,05 
II. Normale Blutkörperchen 5,001 
Der Kältewirkung ausgesetzte Amboceptoren 0,05 > hellrot. 
Normales Komplement 0,05 J 
Amboceptoren 1 , 
__ _ r , Anormal 
Komplement J 
I sehr blasses 
I Rosa. 
III. Normale Blutkörperchen 5,001 tiefrot, aber 
Normale Aboceptoren 0,05 > etwas schwächer 
Der Kältewirkung ausgesetztes Komplement 0,05 J als bei VII. 
IV. Blutkörperchen 1 ^ ^ 5,001 bald wie bei I, bald wie bei VII; am 
Amboceptoren > 0,05 > häufigsten eine Zwischenfarbe 
Komplement J erkältet 0,05 J zwischen I und VII. 
V. Normale Blutkörperchen 5,001 wie bei II, 
Amboceptoren) der Kältewirkung 0,05 >zuweilen wie 
Komplement J ausgesetzt 0,05 J bei VII. 
VI. Allein abgekühlte Blutkörperchen 5,001 
Amboceptoren ) allein 0,05 > farblos. 
Komplement J abgekühlt 0,05 J
        

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