Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zum Chemismus der Verdauung im tierischen Körper. XVI. Mitteilung: Weitere Verdauungs- und Resorptionsversuche
Person:
London, E. S. W. W. Polowzowa
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18615/26/
Zum Chemismus der Verdauung im tierischen Körper. XVI. 451 
Eiweiß in löslichen Zustand übergeführt wurden. Auch die 
gegenseitigen Mengen Abbauprodukte zeigten abweichendes Ver¬ 
halten, indem hier die Albumosen am reichlichsten vorhanden 
waren = 43,3°/o, während die Peptone in geringer Quantität 
von 20,6°/o und die Restkörper in analoger Menge — 36,l°/o 
darin enthalten waren. Es scheint danach der Effekt der Ver¬ 
dauung in direkter Abhängigkeit von der Quantität der Ver¬ 
dauungssäfte zu sein. 
B. Die Kohlehydrateproben wurden ebenfalls mit Essig¬ 
säure zum Sieden gebracht, filtriert und im Filtrat sowohl 
dessen Zuckergehalt direkt, wie auch der Gehalt an Dextrin 
nach dessen Überführung in Zucker bestimmt. 
In der Tabelle II B finden wir folgende Analysenresultate :. 
Die zum Versuch verbrauchten Stärkemengen betrugen 
(in Gramm ausgedrückt) 4,3844 g, 2,6364 g und 2,8467 g — 
im Mittel 3,2892 g. Die verdauten Stärkequantitäten waren 
gleich 0,4460 g = 10,2°/o, 0,3240 g = 12,3°/o und 0,4680 g 
= 16,4°/o, im Mittel 0,4127 g = 13°/o ; davon waren 3,6°/o, 
7,7°/o und 13,3°/o, im Mittel — 8,2°/o in Form von Dextrin und 
6,6°/o, 4,6°/o und 3,l°/o, im Mittel 4,8°/o in Form von Zucker 
zugegen. Es stellte sich also heraus, daß, während die Ge¬ 
samtmenge der verdauten Stärke annähernd gleich bleibt, deren 
Gehalt an Zucker und Dextrin gewissen Schwankungen unter¬ 
worfen zu sein scheint. 
C. Die Analysen der Fettproben haben wir in der Weise 
ausgeführt, daß wir dieselben, sowie auch die entsprechenden 
• « 
Kontrollproben von Schweinefett mit Äther extrahierten und 
den Ätherextrakt in alkoholischer Lösung mit n/io-NaOH-Lö- 
sung titrierten. Die Monobutyrinprobe wurde als solche titriert, 
da ja Monobutyrin wasserlöslich ist. Auf diese Weise bestimm¬ 
ten wir deren Gehalt an freier Säure, wobei letzterer durch 
die zur Titratioü verbrauchten Kubikzentimeter Zehntelnormal¬ 
natronlauge ausgedrückt werden. Die entsprechenden Zahlen 
betrugen für Versuchsfett 4,90 ccm, 2,55 ccm, 4,89 ccm und 
1,80 ccm, im Mittel 3,54 ccm und für die Verdauungsproben 
— 12,96 ccm, 15,39 ccm, 16,20 ccm und 10,10 ccm, im Mittel 
= 13,67 ccm. Die Differenzen zwischen beiden Zahlenreihen,
        

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