Bauhaus-Universität Weimar

Über das Verhalten des Urobilins im Kaninchenorganismus. 343 
offenbar auf einer Verunreinigung.Q Alle unten beschriebenen 
Versuche wurden mit Urobilin gemacht, welches auf einem der 
beschriebenen Wege gewonnen wurde. Dabei wurde der in 
24 Stunden abgesonderte Harn gesammelt und auf Urobilin¬ 
gehalt untersucht. War er gering, so begnügte ich mich mit 
der Fällung mit basischem. Bleiacetat und gute Verreibung des 
Niederschlages mit Alkohol und Oxalsäure und der Probe mit 
Amylalkohol. Bei größeren Mengen wurde versucht, eine un¬ 
gefähre Dosierung auszuführen und zwar auf folgende Weise. 
Zu einer der zu untersuchenden Menge gleichen Quantität nor¬ 
malen Kaninchenurins wurde eine ebenso große Urobilinmenge 
zugesetzt, wie dem Tiere eingespritzt war, ein Verfahren, das 
sich bei allen Versuchen über die Ausscheidung heterogener Sub¬ 
stanzen durch den Harn empfiehlt.* 2) Jetzt wurden beide Harne 
angesäuert (HCl) und bei hellem Tageslicht am Fenster (zur Um¬ 
wandlung von etwa vorhandenem Urobilinogen in Urobilin) fil¬ 
triert. Von beiden Filtraten wurden je 200 ccm mit NHS und 
ZnCl2 gefällt, der Niederschlag mittels Säugpumpe abgenutscht, 
gewaschen, in möglichst geringen Mengen von HCl oder NHS 
gelöst und auf gleiches Volumen gebracht. Sind die Lösungen 
nicht ganz klar, so müssen sie filtriert werden. In gleichen 
abgemessenen Mengen des Filtrats kann die Intensität des Ab¬ 
sorptionsstreifens mit dem Handspektroskop verglichen und 
durch Verdünnung gleich gemacht werden. Der Grad der er¬ 
forderlichen Verdünnung gibt einen Begriff von der relativen 
Größe des ausgeschiedenen Urobilins. Natürlich ist dadurch 
nur eine ziemlich oberflächliche Schätzung ermöglicht. In allen 
Versuchen außer I bekamen die Kaninchen Futter (Kohlrabi 
oder Mohrrüben). 
I. Versuche mit Zn-haltigem Urobilin. 
Versuch I. 
Weißes Kaninchen. 0,0047 Urobilin werden mittels zwei 
Tropfen Natronlauge in 15 ccm Wasser gelöst und unter die 
A) Jaffe, 1. c. S. 416. 
2) Vgl. E. Salkowski, Über das Verhalten der Skatolcarbonsäure 
im Organismus. Diese Zeitschrift, Bd. XII, S. 23. 
23*
        

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