Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zum Chemismus der Verdauung im tierischen Körper. XIII. Mitteilung: Weitere methodische Angaben
Person:
London, E. S.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18590/3/
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E. S. London, 
geführt werden. Diese Säfte werden dann von Zeit zu Zeit zu 
den Produkten hinzugefügt, welche durch das Rohr «b» in das 
Duodenum eingeführt werden behufs Normierung der Pylorus- 
funktion. Wenn die Pylorusfistel bei einem Hunde angelegt ist, 
bei dem die erste Papille durch Transplantation an das Duodenum 
hinter die zweite versetzt worden ist, so erzielt man eine Ver¬ 
einfachung der Verhältnisse, insofern, als man* nicht mehr für 
die Ableitung der Duodenalsäfte zu sorgen braucht. 
2. Wenn es darauf ankommt, in vivo die Verdauungs¬ 
wirkung derjenigen Säfte zu bestimmen, welche sich aus der 
ersten Papille ergießen, so ist es am einfachsten, dieses per 
exclusionem an Hunden auszuführen, bei denen diese Papille 
hinter die Öffnung für die Fistelkanüle verlegt und vermittels 
eines Ballons abgesperrt ist. Weiterhin plane ich den Versuch, 
die zweite Papille ebenfalls, und zwar neben die transplantierte 
erste, zu versetzen, wodurch eventuell die Möglichkeit geboten 
würde, über einen beliebigen Darmabschnitt zu verfügen, welcher 
während des Versuches vom Pylorus an bis zu der Fistelöffnung 
völlig frei von Pankreassaft und Galle wäre, ohne aber daß 
der Darm außer der Versuchszeit dieser Säfte entbehrte. Es 
liegt auf der Hand, welche Bedeutung derartige Verhältnisse 
für die Verdauungsforschung haben würden. 
3. Die Entfernung derjenigen Säfte, welche sich in das 
Duodenalgebiet ergießen durch Transplantation beider Papillen, 
ist eine notwendige Vorbedingung für das Studium der Resorp¬ 
tionsfähigkeit resp. Resorptionstätigkeit dieses wichtigen Darm¬ 
abschnittes und per exclusionem auch des Verdauungswertes 
der betreffenden Säfte. 
b) Zur Kenntnis der normalen Verdauungssäfte¬ 
gemische. 
1. Bei den oben erwähnten Pylorusfistelhunden liegt die 
in den Anfangsteil des Duodenums eingeführte Fistelröhre mit 
ihrem ovalen Ende unmittelbar dem Pylorus an und ist so konstru- 
er 
iert, daß sie das Ausfließen vom Duodenalinhalt in das Auffange- 
gefäß vollkommen verhindert. Bei diesen Tieren mischen sich zu 
dem Nahrungsinhalte des Magens noch die Sekrete der Speichel-,
        

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