Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beiträge zur Kenntnis der organischen Bestandteile des Serums
Person:
Letsche, Eugen
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18576/45/
Beiträge zur Kenntnis der organischen Bestandteile des Serums. 75 
Gefunden: Für (C5H14NOCl)2PtCl4 berechnet: 
C = — *) 19,48 °/o 
H = 4,73 °/o 4,68 °/o 
Pt = 31,63 °/o 31,64 °/o 
Es liegt somit auch hier zweifellos Cholinplatinchlorid vor; 
diese Tatsache ist immerhin etwas auffällig; denn freies Cholin 
sowohl, als auch die salzsaure Verbindung sind in Äther un¬ 
löslich. Man wird deshalb annehmen müssen, entweder, daß 
• • 
die übrigen, in der Atherausschüttelung enthaltenen Substanzen 
mit zur Lösung des Cholins in Äther beigetragen haben, oder 
aber, daß das Cholin anfänglich Bestandteil eines größeren 
Moleküls war und im Gange der Untersuchung, vielleicht während 
der Wasserdampfdestillation, abgespalten wurde. 
Im alkoholisch-wässerigen Filtrat vom Cholinplatinchlorid¬ 
niederschlag finden sich noch ganz geringe Mengen organischen, 
N-haltigen Materials, dessen Isolierung mir jedoch nicht gelang. 
II. Saure, wässerige Flüssigkeit. 
Aus der wässerigen Flüssigkeit entfernt man durch ge- 
• • 
lindes Erwärmen den Äther und versetzt die ätherfreie, klare 
Lösung mit einer Lösung von 50 g PWS* 2) in 100 ccm 5°/oiger 
H2S04, solange als auf weiteren Zusatz zu einer Probe inner¬ 
halb einer Minute noch ein Niederschlag entsteht. 
Man läßt die Mutterlauge unter öfterem Umschütteln über 
dem Niederschlag 24 Stunden stehen, filtriert den Niederschlag 
und wäscht ihn wiederholt mit 5°/oiger H2S04, der etwas PWS 
zugesetzt ist. 
0 Ging wegen einer Undichtigkeit am Kaliapparat verloren. 
2) Für die Hauptfällung kam eine PWS von Merk, die nach 
Merk — Prüfung der Reagenzien 1905 — die Zusammensetzung 
(P205 • 20 W03 • 11 H20) • 16 H20 
hat, zur Verwendung; sie ist gelblich gefärbt und löst sich in 5°/oiger 
H2S04, wie auch im reinen Wasser leicht und ohne Rückstand. — Die 
für die Fällung ein$r ersten Probeportion verwendete PWS stammte von 
Bonz-Böblingen und war nach Angabe des Lieferanten nach Drechsels 
Verfahren hergestellt. Es kommt ihr nach Phosphorsäure- und Wasser¬ 
bestimmung — die Wolframbestimmung ging verloren — die Formel zu 
(P205 • 22 W03 • 9 H20) • 10 H20 ; sie war weiß, mit einem Stich ins Bläu¬ 
liche und löste sich in warmer 5°/oiger H2S04 bis auf einen kleinen 
pulverigen, weißen Rückstand.
        

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