Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die in den Samenschalen von Cucurbita Pepo enthaltenen Hemicellulosen
Person:
Castoro, N.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18557/4/
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N. Castoro, 
sultate folgen, die ich der Gefälligkeit des Herrn Professor 
H. C. Schellenberg verdanke. 
«Die Samenschale von Cucurbita Pepo L. ist gleichzeitig 
und unabhängig von einander von Fickel1) und v. Höhnel2) 
untersucht worden. Sie stellt nach beiden Autoren ein kom¬ 
pliziertes Gebilde dar, das aus der innern Epidermis der Frucht¬ 
blätter, den Integumenten, dem Perisperm und dem Endosperm 
des Fruchtknotens hervorgegangen ist. Die einzelnen Schichten 
zeigen ein sehr verschiedenes Verhalten ihrer Membranen. Das 
zu äußerst liegende leicht ablösbare dünne Häutchen besteht 
in der Hauptsache aus einer Cellulose, die in Wasser leicht 
und stark quillt und beim Kochen mit verdünnten Säuren 
(3°/oiger Schwefelsäure) gelöst wird. Nur die dünne Cuticula 
und die Cuticularschicht, wie sie v. Höhnel bezeichnet, bleiben 
ungelöst zurück. Dieses äußere Samenhäutchen war bei den 
meisten Samen abgelöst oder leicht ablösbar und kann nur 
einen kleinen Teil der aufgefundenen Hemicellulosen geliefert 
haben. 
Die äußerste Schicht der eigentlichen Samenschale besteht 
aus langgestreckten, säulenförmigen, stark verdickten Zellen, 
die nur selten einzelne kleine Stärkekörnchen enthalten. Ihr 
Verhalten gegenüber Chlorzinkjod beschreibt v. Höhnel Seite 313 
folgendermaßen: «Die Außenwandung ist sehr verdickt und 
zeigt merkwürdigerweise keine Cuticula; sie besteht, sowie 
überhaupt das ganze äußere Drittel bis Fünftel der Zellen aus 
reiner Cellulose; weiter nach innen beginnen sich die Seiten¬ 
wände mit Chlorzinkjod schmutzig blau zu färben, während 
die innersten Partien ganz braun gefärbt werden. Die Außen¬ 
wand zeigt sich eigentümlich differenziert, indem die äußere 
Partie weniger stark lichtbrechend ist als die innere, die sich 
auch mit Chlorzinkjod dunkler blau färbt.» 
Noch besser als mit Chlorzinkjod treten die Differenzen 
1) Fickel, Uber die Anatomie und Entwickelung der Samenschalen 
der Cucurbitaceen. Botanische Zeitung 1876, S. 738 u. f. 
2) v. Höhnel, Morphologische Untersuchungen über die Samen¬ 
schalen der Cucurbitaceen und einiger verwandter Familien. Sitzungs¬ 
berichte d. Wiener Akademie, Bd. LXXIII, 1. Abt., 1876, S. 297 u. f.
        

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