Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über das Mengenverhältnis des Cystins in verschiedenen Hornsubstanzen
Person:
Buchtala, Hans
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18550/1/
Über das Mengenverhältnis des Cystins in verschiedenen 
Hornsubstanzen. 
Von 
Hans Buchtala. , 
(Aus dem Institute für medizinische Chemie der Universität Graz.) 
(Der Redaktion zugegangen am 26. Juni 1907.) 
In der Abhandlung1) «Zur Kenntnis der Bindung des 
Schwefels in den Proteinstoffen» berichtet K. A. H. Mörner 
über die Darstellungsweise von Cystin aus verschiedenen Ei- 
weißsubstanzen und über die prozentuelle Menge desselben, die 
er aus Menschenhaaren, Rinderhorn, Schalenhaut des Hühner¬ 
eies und einigen anderen Proteinstoffen erhalten hat. Die auf¬ 
fallend große Menge von Cystin, die er aus Menschenhaaren 
darstellte, mußte überraschen. Ich habe deshalb auf Anregung 
meines verehrten Lehrers Prof. K. B. Hofmann eine Anzahl 
Horngebilde untersucht, um die Frage zu beantworten, ob nicht 
überhaupt die Haare der Regel nach mehr Cystin liefern als 
die Nägel oder Klauen derselben Tierart. 
Anfänglich trachtete ich, eine möglichst quantitative Dar¬ 
stellung des Cystins in Substanz zu erreichen; da ich aber bei 
der angewandten Arbeitsmethode, die im wesentlichen von der 
Mörners nicht abweicht, dessen Angabe bestätigt fand, daß 
eine vollständige Isolierung des Cystins nicht möglich sei, mußte 
ich mich im weiteren Verlauf der Untersuchung auch damit 
begnügen, seine Menge aus dem Schwefelgehalt der dasselbe 
enthaltenden ammoniakalischen Lösung zu berechnen. Obgleich, 
wie Mörner selbst hervorhebt, seine Methode keine quantitative 
ist, so liefert sie doch bei genau gleichen Arbeitsbedingungen 
vergleichbare Resultate. 
R Diese Zeitschrift, Bd. XXXIY, S. 207.
        

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