Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Bildung von Kreatin und Kreatinin im Organismus, besonders der Kaninchen
Person:
Dorner, G.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18534/26/
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G. Dorner, 
Versuche mit Glykocyamindarreichung. 
Es wurde zunächst an Kaninchen, die gleichmäßige Krea¬ 
tininmengen eliminierten, teils reines Glykocyamin, teils dessen 
salzsaures Salz verfüttert. Das Präparat war nach dem Ver¬ 
fahren von Nencki und Sieber mit den von Jaffe an¬ 
gegebenen Modifikationen dargestellt. Der Urin eines Tages 
wurde jedesmal ganz frisch auf präformiertes Kreatinin und 
• • 
auf Gesamtkreatinin verarbeitet. Um den Übergang von Glyko¬ 
cyamin bei dieser Bestimmung zu vermeiden, wurde mehrfach, 
wie vorher erwähnt, die Alkoholextraktion eingeleitet, d. h. je 
50 ccm des Urins wurden zu dickem Sirup eingedampft, vier¬ 
mal mit viel Alkohol kochend extrahiert, die Alkohollösung 
blieb zur Klärung 12 Stunden stehen; sie wurde abfiltriert 
und eingedampft. Der Rückstand wurde wieder in 50 ccm 
Wasser gelöst und 10 ccm der Lösung mit 20 ccm n-HCl 
3—4 Stunden erhitzt. Außerdem wurden drei Portionen des 
Urins bei saurer, alkalischer und neutraler Reaktion einge¬ 
dampft, dann mit Alkohol extrahiert, der Alkohol verjagt, in 
Wasser der Rückstand gelöst und direkt ohne Erwärmen mit 
Salzsäure kolorimetrisch geprüft. Der Rest der gesammelten 
Urine wurde auf unverändertes Glykocyamin verarbeitet, nach 
dem von Jaffe angegebenen Verfahren. Da die Tiere öfter 
während der Glykocyaminperiode Durchfall hatten, der schwächend 
auf sie wirken mußte und auch für das reine Auffangen des 
Urins hinderlich war, so wurde in den späteren Versuchen das 
Glykocyamin in Gummilösung gereicht, welche an sich keinen 
Einfluß auf die Kreatininausscheidung hat, und dadurch der 
Durchfall verringert resp. aufgehoben. Der Kot wurde auf 
Glykocyamin nach der Jaffe sehen Methode geprüft, ohne daß 
es mir gelang, dasselbe daraus zu gewinnen. 
Da sich beim Kochen mit Salzsäure der Urin trübte und 
dunkle Flocken fallen ließ, so wurde der so behandelte Harn 
abfiltriert und gut nachgewaschen ; öfter trat auch noch in dem 
mit Pikrinsäure und Natronlauge versetzten und auf 500 ccm 
aufgefüllten Harn ein flockiger Niederschlag (zum Teil Phos¬ 
phate) auf. In solchen Fällen wurde gleichfalls filtriert, die 
Flüssigkeit aber erst verwendet, nachdem das Filter dreimal
        

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