Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beiträge zur Kenntnis des oxydativen Abbaues der Keratine mit Wasserstoffsuperoxyd
Person:
Breinl, Ferdinand Oskar Baudisch
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18524/3/
Zur Kenntnis des oxydativen Abbaues der Keratine usw. i-61 
durchgeführt, auf welchem ein kräftig wirkender Rückflußkühler 
aufgesetzt wurde. Die aus diesem entweichenden Gase wurden 
zunächst durch eine mit ca. 10 ccm destilliertem Wasser 
gefüllte Sicherheitsflasche, dann durch drei mit Eis gekühlte 
Waschflaschen geleitet, die der Reihe nach mit destilliertem 
Wasser, mit verdünnter Salzsäure und mit Rarytwasser ge¬ 
füllt waren. 
Zusammen wurden 100 g gereinigte Haare in Partien zu 
je 20 g mit zusammen 400 g 30°/oigem H202, welches eben¬ 
falls in Partien zu je 80 g zugesetzt wurde. Ein Zusatz neuer 
Mengen der beiden Agenzien geschah immer nach 1—1V2 Stunden, 
wenn die Gasentwicklung nachzulassen begann. Die Haare wurden 
zuerst gebleicht und erst bei 40—o0° C. begann die Gasent¬ 
wicklung, die sich dann allmählich steigerte, bis die Flüssigkeit 
zum Sieden kam. Das Rarytwasser trübte sich sehr rasch 
und bald entstand darin eine große Menge eines weißen Nieder¬ 
schlages. 
Nach mehrstündigem Kochen hatte sich der größte Teil 
der Haare zu einer gelben, gallertartigen Flüssigkeit gelöst, die 
nun mit WAsser verdünnt werden mußte, um ein Anbrennen 
zu vermeiden. 
Von dieser Flüssigkeit wurden Partien von etwa 20 g 
mit 100 g Wasser versetzt und weiters solange gekocht, bis 
keine Gasentwicklung mehr stattfand. 
Die rückständigen Lösungen wurden vereinigt. Sie ent¬ 
hielten noch eine beträchtliche Menge einer flockigen Fest¬ 
substanz, an welcher unter dem Mikroskop keinerlei Struktur 
mehr zu erkennen war. Sie wurde von der Lösung durch 
Filtration getrennt, gewaschen, bei 100° getrocknet und ge¬ 
wogen. 
Das Gewicht dieses Rückstandes, der ein hornartiges Aus¬ 
sehen hatte, auf alkalische Rleilösung nicht mehr reagierte, 
wohl aber noch deutlich Hepareaktion gab, betrug 18 g. Das 
klare, hellgelbe Filtrat F wurde aufbewahrt. 
Die weitere Untersuchung erstreckt sich zunächst auf die 
in den Waschflaschen aufgefangenen flüchtigen Produkte und 
dann auf die in dem Filtrat F gelösten Oxydationsprodukte. 
Hoppe-Seyler’s Zeitschrift f. physiol. Chemie. LII. H
        

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