Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Gruppe von stickstoff- und schwefelhaltigen organischen Säuren, welche im normalen Menschenharn enthalten sind
Person:
Liebermann, Hans
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18521/13/
Über Stickstoff- und schwefelhaltige Säuren im Menschenharn. 141 
zuletzt mit Äther gewaschen und zur Analyse bei ca. 75° im 
Siegfriedschen Trockenapparate mit Alkohol als Heizflüssig¬ 
keit bis zur Gewichtskonstanz getrocknet. 
Analysen des «Urochromkupfers», ausgeführt mit Substanz von 
verschiedenen Darstellungsweisen : 
0,1662 g gaben 
0,1380 » » 
0,1745 > » 
0,1986 » » 
0,1766 » » 
0,1524 » » 
0,1004 » » 
0,2150 g C02 und 0,0600 g H; Rückstand 0,0440 g CuO. 
11,8 ccm N hei 18,5° und 761 mm. 
0,2245 g C02 und 0,0617 g H; Rückstand 0,0466 g CuO. 
0,2630 » » » 0,0618 » » ; » 0,0510 » > 
0,2306 » » » 0,0575 » » ; » 0,0472 » » 
13,7 ccm N bei 14° und 753 mm. 
0,0230 g BaS04. 
Nach diesen Analysen berechnen sich Bondzynski und Mitarbeiter 
folgende Prozentzahlen : fanden : 
G 
= 35,32 
35,1 
36.12 
35,62 
36,76 
H 
= 4,01 
3.92 
3,46 
3.62 
y 
3,56 
N 
= 
9,88 
10.5 
✓ 
9.72 
j 
Cu 
= 21,12 
21.32 
j 
20,51 
21,34 
20,10 
S 
= 3,15 
— 
— 
— 
2,57 
Beim Zerlegen der wässerigen Suspension dieses «Uro¬ 
chromkupfers» mit Schwefelwasserstoff wurde eine rote Lösung 
erhalten, die die von Bondzynski und Mitarbeitern geschil¬ 
derten Beaktionen zeigte. 
Von Anfang an war es mir höchst unwahrscheinlich ge¬ 
wesen, daß in dem Gemenge von Calciumsalzen der Säuren der 
Alloxyproteinsäuregruppe, das in trockenem Zustande schwach 
gelb gefärbt war, eine nennenswerte Menge Farbstoff, wie sie 
durch Fällung mit Kupferacetatlösung erhalten wurde, enthalten 
sein sollte. Auch die Farbtiefe der wässerigen Lösung dieser 
Calciumsalze deutete bloß auf die Anwesenheit geringer Mengen 
Farbstoffe hin. Den Beweis, daß in dem Bondzynski sehen 
«Urochrom» dieser oder ein anderer Farbstoff nur in geringer 
Menge enthalten ist, daß es aber selbst kein Farbstoff ist, er¬ 
brachte ich folgendermaßen: 
1,4 g «Urochromkupfer» wurden in wässeriger Suspension 
bei 45° mit Schwefelwasserstoff zersetzt. Das von dem Schwefel¬ 
kupfer abgesangte rote Filtrat wurde bei 35° in vacuo auf 
15 ccm eingedampft, von einer geringen Ausscheidung filtriert 
und das Filtrat nach dem Verdünnen mit 50 ccm Alkohol ein-
        

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