Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das neuerdings wieder behauptete Sortierungsvermögen des Magens im Lichte vergleichender Studien über die mechanische und resorbierende Tätigkeit dieses Organs währen der Verdauung
Person:
Scheunert, Arthur
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18509/10/
Arthur Sch(>unert. 
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Zieht man weiter zum Vergleich die Zahlen heran, die 
das Verschwinden des Eiweißes arbeiten, so ergibt sich, da 
in fast allen Fällen das Eiweiß in gleicher Zeit in noch größerer 
Menge Wie die Kohlehydrjtte den Magen verlassen hat. Da and, 
die Kiweißkörper im Pferdemagen, besonders in den späteren 
Verdauungsstunden sehr ausgiebig verdaut werden, verschwindet 
also heim herd auch dieser verdauliche Nährstotr bedeutend 
rascher als die unverdauliche liohfaser. Hier könnte 
der Einwand erhoben winden, daß durch Abrechnung einer zu 
großen Menge Körpereiweiß vom Gesamteiweiß des Magen¬ 
inhalte.- eine zu holte Zahl für das verschwundene Eiweiß erzielt 
worden ware. Ich verweise hierzu zunächst auf die Fußnote 
S. o2.>: dann ist noch folgendes zu bemerken. Gerechnet man 
die verschwundene Menge Eiweiß ohne Rücksicht auf Körper- 
ciweili, wobei also unter allen Umständen durchgängig zu niedrige 
W erte erhalten werden müssen, so ergeben sich allerdings für 
die ersten Verdauungsstunden Zahlen, die zum Teil niedriger 
wie die Kohlehydrat-, zum Teil sogar niedriger wie die Roh- 
läserzahlen sind. So sind bei herd I und 2 11.1 und 25°.. 
ImwimII verschwunden. Auch hei den folgenden Pferden sind 
die Verhältnisse zum Teil noch ähnlich. In der 2.-41. Ver¬ 
dauungsstunde sind hei Pferd i aber schon 22.2",<> Eiweiß, a!-«» 
prozenlisch mehr als Kohlehydrate und Kohläser verschwunden. 
:i bezw. \ Stunden p. pat. sind ‘>1.8 und 25.8Eiw<‘iß. also 
fas* ebensoviel wie Kohlehydrate verschwunden. In den noch 
späten»" Stunden erfolgt der Kiweißübertritt aber mit 70.7 und 
/•>.!)" - unbedingt rascher als (ha* der Kohlehvdrate und der 
Rohfaser. Die Entfernung der Trockensubstanz erfolgt in fast 
ganz derselben Weise wie die der Kohlehydrate, was auch nicht 
\erwandern kann, da ja die Kohlehydrate* im Mais den über¬ 
wiegenden I»(‘standteil der Trockensubstanz bilden. Die Zahlen 
durlten zwar, wie schon oben erwähnt wurde', im allgemeinen 
etwas zu niedrig sein, tragen aber trotzdem durch ihre Mittel¬ 
slei lung zwischen Kohlaser und Kohlehydraten dazu hei. die 
Kewciskralt dieser Zahlen zu erhöhen. 
h h glaube, daß die labelle trotz verschiedener aus der 
Individualität der Versuchstiere und anderen Umständen zu er-
        

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