Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Kenntnis des Blutfarbstoffs. VII. vorläufige Mitteilung
Person:
Marchlewski, L. St. Mostowski
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18503/4/
Zur Kenntnis des Blutfarbstoffs. VII. 
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Die sauren Fraktionen gaben in allen Fällen mit Bcnzol- 
»liazoniumchlorid dieselbe Substanz, deren Reinisolierung bis 
letzt jedoch noch nicht gelang. Wie bereits oben erwähnt, 
krystallisiert sie. wahrscheinlich in Form eines Uhlorhvdrales, 
in orange gefärbten Nadeln, dit* in kaltem Äther schwerer lös- 
lieli sind, in Alkohol hingegen st*hr leicht. Der Schmelzpunkt 
liegt sehr niedrig, ht*i ca. Die Lösungen sind orange gc- 
färbt und verursachen im weniger gebrochenen Spektrum keine 
Ahsorptiousbünder, sondern nur eine sogenannte Kndabsorption. 
die mit Hilfe des Spektrographen noch zu untersuchen ist. 
Auf Grund obiger Versuchte erscheint der Schluß zulässig, 
daß die Behandlung des Hämopyrrols mit Säuren nicht zu 
einer Trennung desselben in zwei verschiedene Körper führt, 
die vorher als Gemisch Vorlagen, sondern vielmehr auf tier 
chemischen Umwandlung des Hämopyrrols beruht. Dieser Körper 
scheint gegenüber Säuren sich ähnlich zu verhalten wie manche 
l'yrrolabkömmlinge Und Uyrrol selbst, d. h. sich zu polimeri- 
sicren, und können die Küstersehen Versuche unserer Ansicht 
nach vorderhand nicht gegen die Einheitlichkeit des Hämopyrrols 
sprechen. Aullallend ist es allerdings, dal) eine derartige Um¬ 
wandlung desselben nicht im Reduktionsgemisch selbst zustande 
kommt, aber es ist gut möglich, daß sie an das Vorhandensein 
von Sauerstoll'oder noch anderer uns unbekannter Bedingungen 
geknüpft ist. 
ln unseren weiteren Mitteilungen über diesen Gegenstand 
hoffen wir die Zusammensetzung und Konstitution des Hämo¬ 
pyrrols an Hand neuer Kxperimentiermethoden diskutieren zu 
können. 
Krakau, Chem.-mediz. Labor, der Universität.
        

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