Bauhaus-Universität Weimar

Pyrimidinderivate aus Purinbasen. 
Von 
Richard Burian. 
 
ersch(»int deshalb die Frage berechtigt, ob die Pyrimidinderivale. 
die aus den Nucleinsäuren durch jene Prozeduren gewonnen 
werden, nicht vielleicht von der Zersetzung der Purinbasen 
hersüujimen. Für das Thymin, als 5-M.ethyluracil, ist dies 
allerdings von vornherein wenig wahrscheinlich, da in den Purin- 
basen das C-Atom 5 des Pyrimidinringes nicht mit einer Cll.,-. 
sondern mit einer NH-ü ruppe verbunden ist. Anders liegen 
die Verhältnisse aber beim Cytosin und beim Uracil. Diese 
Pyrimidinderivate könnten, wie ich in den «Ergebnissen der 
Physiologie» (Jahrgang III, Bd. 1, S. 98, 1904) ausführlich be¬ 
sprochen habe, recht wohl durch gleichzeitige Hvdrolyse und 
Deduktion aus Adenin resp. Xanthin oder Hypoxanthin ent¬ 
stehen. Die für einen solchen Vorgang erforderlichen redu¬ 
zierenden Substanzen könnten in den Kohlehydratgruppen der 
Nucleinsäuren gegeben sein: erfahrungsgemäß vermögen ja die 
beim Erhitzen von Kohlehydraten mit starker Schwefelsäure 
resultierenden Zersetzungsflüssigkeiten kräftige Reduktionswir-
        

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