Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über das Verhalten des Caseins gegen Ozon
Person:
Harries, C. K. Langheld
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18489/8/
I Ixt das Verhallen d<>s Caseins gegon Ozon. 
:U9 
Miltätlösung1) unter Beigabe von Ammoniak brachten Verhältnis- 
mäßig geringe Mengen von schwer filtrierbaren Haryuni- oder 
Magnesiumsalzen zur Abscheidung. Wurde eine 25 g Casein 
entsprechende Flüssigkeitsmenge im Vakuum eingedunstet, so 
blieb ein weißer, glasig spröder Körper im Cewieht von 29,5 g 
nach Abzug «les vorhandenen Natriums) zurück. 
15. Prüfung auf mit Wassei'dampf flüchtige oder alkoliollösliehe 
Spaltstücke. 
Zur Prüfung auf etwa gebildete flüchtige aliphatische Säuren 
wurde die ozonisierte Lösung von 25 g Casein unter Zusatz 
von Schwefelsäure bei starker Kühlung der Vorlage im Va¬ 
kuum eingedunstet. Das absolut geruchlose Destillat zeigte gegen 
Lackmus schwachsaure Reaktion, die schon nach Zugabe einiger 
Tropfen n-Natronlauge in alkalisch umschlug. Der beim Ein- 
dainpfen hinlerbleibende Rückstand enthielt keine Spur von 
organischer Substanz. Er bestand nach den Reaktionen aus 
Natriumnitrat. Zur Untersuchung auf alkoliollösliehe Spalt¬ 
produkte wurden 25 g Casein entsprechende Flüssigkeitsmengen 
1. nach genauer Neutralisation der zugesetzten Natron¬ 
lauge durch Salzsäure, 
2. nach Zusatz überschüssiger Salzsäure 
unter vermindertem Druck zur Trockene gedampft und die 
zurückbleibenden glasigen, gelblich gefärbten Körper mit ab- 
s««lutem Alkohol ausgekocht. Beim Kindunsten des Alkohols 
blieben in beiden Fällen nur geringe Reste, die wieder in Al¬ 
kohol unlöslich waren. 
C. Verhalten gegen Phenylhydrazin. 
Setzte man zu der ozonisierten Lösung essigsaures Phenyl¬ 
hydrazin, so trübte sie sich und nach eintägigem Stehen hatte 
'ich ein brauner amorpher Körper ausgesehieden. der in allen 
bekannten Lösungsmitteln außer Eisessig, der ihn aber zersetzte, 
unlöslich war. Derselbe wurde von Alkalien aufgenommen 
und war durch Säuren wieder fällbar. Mit Ausnahme seiner 
langsamen Bildung zeigte er ähnliche Eigenschaften wie die in 
M Vgl. folgende Abhandlung.
        

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