Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über die lecithinartigen Substanzen des Myocardiums und der quergestreiften Muskeln
Person:
Erlandsen, A.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18469/68/
138 
A. Erlandsen, 
Betrachtet man mithin diese Frage genauer, so scheint sie 
•• 
nicht ganz so einfach zu sein, wie Thudichums Äußerungen 
andeuten. Meine zu diesem Zweck angestellten Untersuchungen 
haben diese Vermutung bekräftigt. 
Die ersten Versuche wurden hauptsächlich nach Bergells 
Methode mit der Modifikation von Schulze und Winterstein1) 
ausgeführt. Nach dem Kochen mit Ammoniumcarbonat und Ab- 
filtrieren der alkoholischen Lösung wird der Alkohol im Vakuum 
• • 
abgedampft und der Abdampfungsrückstand mit Äther extrahiert. 
Die ätherische Lösung wird mit Wasser gewaschen, abpipettiert 
und mit Aceton gefällt. Der Verlust bei dieser Darstellung war 
sehr bedeutend, und da ich diesen Verlust mit dem langen 
Kochen mit Alkohol unter Zusatz von Ammoniumcarbonat in 
Verbindung setzte, verließ ich diese Methode, welche sich viel¬ 
leicht mit einiger Modifikation zu einer brauchbaren Regenera¬ 
tionsmethode ausbilden läßt. 
Die späteren Versuche sind alle unter Anwendung von 
SH2 gemacht. Nach Übersättigung mit SH2, zum Schluß unter 
Erwärmung, wird das Cd-Sulfid mittels Warmwassertrichters ab- 
filtriert und mit heißem Alkohol gewaschen. Zur Entfernung 
des Schwefelwasserstoffs wird das alkoholische Filtrat unter 
der Luftpumpe (bei niedriger Temperatur) unter Durchstreichen 
von Luft gekocht. Hierauf wird die salzsaure Lösung teils nach 
Thudichum (mit Dimercurammoniumhydroxyd) teils nach 
Strecker (mit frischgefälltem Silberoxyd) behandelt. In beiden 
Fällen gelang es nach kurzdauernder Digestion und starkem 
Schütteln das Filtrat vollständig chlorfrei zu machen. Diese 
Behandlung ist aber von einem bedeutenden Gewichtsverlust 
begleitet, der sich durch starkes Bleichen der vorher stark gelb¬ 
gefärbten Flüssigkeit zu erkennen gibt. 
Bei der Benutzung von Milions Base:2) (NHg2)20, 2H20 
erreicht man ganz gewiß eine schnelle Beseitigung der HCl; 
da sich aber die Base nur mit einem Äquivalent Säure ver¬ 
bindet, sind zur Erlangung eines sicheren Resultates sehr be- 
q l. c. s. toi ff. 
*) Millon, Annales de Chimie et de Physique, 3e Série, T. XVIII, 
S. 392.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.