Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über die lecithinartigen Substanzen des Myocardiums und der quergestreiften Muskeln
Person:
Erlandsen, A.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18469/25/
Über die lecithinartigen Substanzen des Myocardiums usw. 95 
Analytische Beilage. 
0,2134 g hinterlassen nach dem Glühen 0,0258 g Pt = 12,09 °/o Pt. 
0,2756 » » » » » 0,0331 » » = 12,01 °/o * 
0.2593 > verbrauchten bei Neumanns P-Best. 17,28 ccm n/10-Natron 
= 3,69 °/o P. 
0,3900 g verbrauchten bei Kjeldahls N-Best. 5,02 ccm n/io-H2S04 
= 1,81 °/o N; 
0,1294 g H20 = 7,46 °/o H. 
0,3332 » C02 = 47,00°/o C. 
Das Material war hiermit erschöpft. Wird angenommen, 
daß diese Verbindung eine ähnliche Konstitution wie das salz- 
saure Lecithinplatinchlorid besitzt, so erhält man annähernd die 
Formel: (C33H62NP08)2, H2PtCl6. 
Da sich indessen das Lecithin nach Thudichums *) An¬ 
gaben auch mit PtCl4 allein (ohne HCl) verbindet, oder in einer 
Verbindung auftreten kann, in welcher nur eine HCl-Gruppe 
auf eine PtCl4-Gruppe kommt, so ist die Formel nicht ganz 
sicher. Sie zeigt indessen, daß es sich hier um Phosphatide 
handelt, in denen N: P = i : 1 ist. Das Verhältnis zwischen 
diesen und Platin ist dasselbe wie in Lecithinplatinchlorid. Die 
analytischen Bestimmungen weisen übrigens bedeutende Ab¬ 
weichungen von Streckers Analysen der Platinchloridverbin¬ 
dung des Lecithins auf. Da die Verbindung nur in geringen 
Mengen gefunden wird, und es nur meine Absicht war, zu kon¬ 
statieren, daß bei der Anwendung der Acetonfällung als Dar¬ 
stellungsmittel Phosphatide verloren gingen, so habe ich dieses 
Produkt nicht eingehender verfolgt. Die Untersuchung ist inso¬ 
fern ausreichend gewesen, so daß es festgestellt werden 
kann, daß sich eine quantitative Gewinnung der Phos¬ 
phatide nicht mittels Methoden erreichen läßt, welche 
auf deren Unlöslichkeit in Aceton basiert sind. 
Bevor ich zur Besprechung der Hauptprodukte bj und c 
übergehe, restieft die Besprechung von bn- Dieser in warmem 
Alkohol lösliche, in kaltem Alkohol unlösliche Teil des Aceton¬ 
niederschlages scheint wesentlich aus Fettstoffen zu bestehen. 
Dieses Produkt erinnert etwas an das von Zuelzer auf 
0,1934 g ergaben bei Elementaranalyse ^ 
*) 1. c. S. 120.
        

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