Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Wirkung des Pepsins resp. Labferments auf konzentrierte Lösungen der Produkte der peptischen Verdauung der Eiweißkörper (Reaktion von A. Danilewski)
Person:
Lawrow, D.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18464/21/
f'ber ‘lie Wirkung des Pepsins resp. Lahferments usvv. 
21 
vi.»n denen die einen sich als die koagulosogenen charakteri¬ 
sieren (in unserem Kalle die Albumosesubstanzen der-Unter- 
fraction M und die llnterfraktion N), während die anderen 
anscheinend nicht die Fähigkeit besitzen, in mehr weniger 
konzentrierten Lösungen mit Pepsin koagulöse Niederschläge zu 
bilden j in unserem Kalle die gereinigte Fraktion V,.die Atnpho- 
l»( ptunsubstanzen der Unterfraktion M ). 
Koagulosogene Substanzen sind im gegebenen Kalle Pro¬ 
dukte der peptischen Verdauung von zum mindesten zwei Typen: 
erstens Verdauungsprodukte mit Albumosencharakter (in un¬ 
serem Kalle Albumosesubstanzen der Unterfraktion M) und zwei- 
I»ns Verdauungsprodukte, die hei mehr weniger tiefergehender 
Spaltung des Eiweibmoleküls auftreten und wahrscheinlich ge¬ 
wisse Verbindungen — Kombinationen von Monoaminosäuren 
darstellen (die Substanzen der llnterfraktion N). 
Durch die koagulosebildende Wirkung des Gr üb 1er sehen 
Pepsins auf die Produkte der peptischen Verdauung eines ge¬ 
gebenen Eiweibkörpers entstehen eine Reihe von Koagulosen. 
l>ci den obenbeschriebenen Versuchen wurden drei verschiedene 
Koagulosen gewonnen, und zwar die Koagulosen der Lösung A, 
der Lösung B und der Unterfraktion N. Sie differieren unter¬ 
einander vor allein in der Elementarzusammensetzung; ferner 
unterscheidet sich die Koagulose der Lösung B scharf von der¬ 
jenigen der Lösung A durch ihre schwache Löslichkeit in ver¬ 
dünnter Salzsäure: endlich unterscheidet sich die Koagulose 
der Unterfraktion N von den anderen zwei hier untersuchten 
Koagulosen auch dadurch, dal! ihre Muttersubstanz Verdauungs- 
11“dukte von ganz anderem Typus sind, als die Verdauungs- 
prndukte, die in den Bestand der Lösungen A und B gehören. 
Die Koagulose der Unterfraktion N ist entschieden ein 
Gemisch (s. oben): die Krage nach der chemischen Einheitlich¬ 
keit der zwei anderen oben beschriebenen Koagulosen ist na- 
h'irlich noch offen. 
Es ist bemerkenswert, daß die Koagulose der Lösung B 
nach ihrer Elementarzusammensetzung (wenigstens hinsichtlich 
d'-s Kohlenstoff-, Wasserstoff- und Stickstoffgehaltes), der Mutter- 
-ul'-tanz resp. -Substanzen sehr nahe steht. Dieser Umstand
        

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