Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über den Einfluß des Lecithins auf die Wirkung der Verdauungsfermente
Person:
Küttner, S.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18457/19/
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S. Küttner. 
In der vorigen Versuchsreihe war das Verhältnis von 
Casein zu Lecithin ein konstantes, verändert wurde aber der 
Gehalt an verdauender Kraft, in diesem Falle der Pankreas¬ 
saft. Es war nun interessant zu erfahren, wie sich das Resul¬ 
tat verändert, wenn das Verhältnis von Verdauungsobjekt und 
verdauender Kraft unverändert bleibt, dagegen aber derLicithin- 
gehalt variiert wird. Als Verhältnis zwischen Casein und Pan¬ 
kreassaft wurde dasjenige gewählt, welches in obiger Zusam¬ 
menstellung das günstigste Resultat ergeben hatte, nämlich auf 
2,5 g Casein 0,5 ccm Pankreassaft. Die sonstigen Versuchs¬ 
bedingungen blieben dieselben. Der Pankreassaft war inzwischen 
eine Woche älter geworden. Die vier Versuche wurden in einem 
Wasserbade angesetzt. 
Tabelle XIV. 
50 ccm Volhardsche Lösung mit 2,5 g Casein auf 250 ccm mit 
Wasser verdünnt, mit 0,5 ccm Pankreassaft 45 Minuten verdaut. 
Nr. 
Pankreas¬ 
saft 
in ccm 
Lecithin¬ 
zusatz 
in °/o 
Säurezuwachs 
in Vsom-KOH 
auf 1 ccm 
Pankreassaft 
berechnet 
Zunahme 
gleich zun 
ohne L 
in ccm 
Vso-n-KOH 
im Yer- 
i Versuche 
ecithin 
in °.f> 
/ 
1 
0,5 
— 
110,8 
— 
— 
9 
6ml 
0,5 
1,17 
116,8 
T~ 6 
+ 5,31 
Q 
o 
0,5 
2,34 
115,8 
4~ 5 
+ 4,5 
4 
0,5 
6,78 
114,8 
—[— 4 
~f~ 3,6 
Im Vergleich zum Parallelversuche Tab. XIII, 1. Versuchs¬ 
reihe Nr. 1 ist der Pankreassaft von 120,6 ccm titrierten ]ho- 
n-KOH auf 110,8 ccm heruntergegangen, d. h. um 8,2°/o, in¬ 
folgedessen hat sich auch das Verhältnis zwischen Verdauungs¬ 
kraft und Verdauungsobjekt verändert. Man sieht aber immer¬ 
hin, daß das Lecithin hier in jedem Falle gegenüber dem Pa¬ 
rallelversuche ohne Lecithin befördernd gewirkt hat. Trotz 
dieser großen Veränderungen im Lecithinzusatze von 1,17—6,78°/o 
hat sich aber das Resultat in der Begünstigung nur um 1,71 
verschoben.
        

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