Bauhaus-Universität Weimar

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Ch. Inagaki, 
albumose zwei Stunden lang in einem Zylinder mit der Schüttel¬ 
maschine geschüttelt, die dritte Portion bleibt zur Kontrolle ohne 
Albumosenzusatz. Alle drei Teile werden mit Magnesiumsulfat 
gesättigt und bleiben über Nacht bei Zimmertemperatur stehen. 
Das so behandelte Präparat wird filtriert und mit gesättigter 
Magnesiumsulfatlösung gewaschen («Filtrat A»). 
Der Rückstand wird auf dem Filter mit Wasser gelöst, 
im Wasserbade koaguliert und in der Kälte filtriert. Dieses 
Koagulum wird auf dem Filter mit Wasser gewaschen, mit 
Alkohol und Äther erschöpft und dann mit 0,36°/oiger HCl 
(1 Teil konzentrierter HCl -f- 100 Teile H20) 12 Stunden extra¬ 
hiert. Alsdann wird filtriert, mit Wasser gewaschen, und der 
N-Gehalt in diesem Filtrat und Waschwasser zusammen nach 
Kjeld ah 1 bestimmt. 
Das erste Filtrat («Filtrat A») wird ebenso behandelt. Wie 
die nächste Tabelle IX zeigt, bemerkt man nach der Behandlung 
mit Albumosen keine Vermehrung der durch 0,36°/oige 
HCl-Lösung abspaltbaren, stickstoffhaltigen Substanz. 
(Siehe Kolonne 1 und 3.) 
Doch wäre es denkbar, daß sich die Albumosen mit dem 
Serumeiweiß noch fester verbinden. Deshalb habe ich das oben 
gewonnene Koagulum sowohl vom Globulin wie vom Albumin 
wieder mit l,0°/oiger H2S04-Lösung eine Stunde lang auf dem 
Wasserbade extrahiert und dann filtriert, mit Wasser gewaschen 
und den Stickstoffgehalt im Filtrat mit Waschwasser zusammen 
bestimmt. Das Ergebnis ist in der nächststehenden Tabelle IX, 
2 und 4 zusammengestellt. 
Alle diese Filtrate zeigen die Biuretreaktion und die durch 
l,0°/oige H2S04 abgespaltenen N-Mengen sind etwas größer 
als die N-Mengen, die mit 0,36°/oiger HCl-Lösung extrahiert 
worden sind. Doch sind die in allen diesen Versuchen auf¬ 
tretenden Schwankungen nicht erheblich und nicht regelmäßig 
genug, um daraus auf eine Bindung der Albumose durch die Ei¬ 
weißkörper des Blutserums zu schließen. Die geringen Mengen von 
Albumose, welche ich in den säurehaltigen Filtraten nachweisen 
konnte, verdanken wahrscheinlich der Säurewirkung auf das 
ursprüngliche Eiweiß ihre Entstehung.
        

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