Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Kenntnis der Guajakblutprobe und einiger ähnlicher Reaktionen
Person:
Schumm, Otto
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18448/12/
Zur Kenntnis der Guajakblutprobe und einiger ähnlicher Reaktionen. 385 
Etwa 10—20 ccm der Galle wurden mit dem 3—4 fachen 
Volumen Alkohol vermischt, gleichviel Äther hinzugefügt und 
die Mischung nach kurzem Stehen filtriert. Das Filtrat zeigte 
meist noch deutlicher das oben beschriebene Spektrum. Der 
• • 
Filterrückstand wurde mit Äther gewaschen, mit Eisessig ausge¬ 
zogen, der Auszug mit dem doppelten bis dreifachen Volumen 
Äther vermischt, V2 Volumen Wasser zugesetzt und tüchtig durch¬ 
geschüttelt. Die abgetrennte Ätherlösung wurde nochmals mit 
einigen Kubikzentimetern Wasser ausgeschüttelt. Kleinere Por¬ 
tionen der Ätherlösung wurden mit der Guajakterpentinölprobe 
und einigemal auch mit der Benzidinprobe geprüft. Die Haupt¬ 
menge wurde mit Ammoniak in geringem Überschuß geschüttelt, 
die ammoniakalische Lösung abgetrennt und etwas Hydrazin¬ 
hydrat zugesetzt, um etwa vorhandenes Hämatin in Hämo- 
chromogen zu überführen. Das Ergebnis war folgendes: 
Guajakterpentinöl¬ 
probe 
Benzidinprobe 
Spektroskopische 
(Hämochromogen-) 
Probe 
Galle 1 
negativ 
— 
negativ 
» 2 
schwach positiv 
— 
» 
» 3 
negativ 
© 
— 
» 
» 4 
schwach positiv 
— 
» 
» 5 
» » 
— 
» 
» 6 
negativ 
— 
» 
» 7 
schwach positiv 
— 
» 
» 8 
» » 
positiv 
» 
* 9 
» » 
» 
» 
» 10 
» » 
ziemlich stark positiv 
» 
» 11 
» # » 
» » » 
» 
Wie ich schon früher festgestellt habe, kann man bei 
dieser Anwendungsform der Guajakprobe einen positiven Aus¬ 
fall weder auf Oxydationsfermente noch auf anorganische Eisen¬ 
verbindungen zurückführen. Da andere bekannte Stoffe hier 
nicht in Betracht kommen, ist der positive Ausfall der ange-
        

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