Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Einfluß der Temperatur auf die Arbeit des proteolytischen Ferments und der Zymase in abgetöteten Hefezellen
Person:
Petruschewsky, Anna
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18441/6/
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Anna Petruschewsky, 
peraturerhöhung die Energie des proteolytischen Ferments zu¬ 
nimmt. 
Zugleich bemerken wir, daß mit der Anhäufung von Spal¬ 
tungsprodukten die Schnelligkeit der Reaktion abgeschwächt 
wird. Dieser Umstand läßt die Vermutung aufkommen, daß 
der Zerfall der Eiweißkörper eine reversibele Reaktion ist. Man 
kann beobachten, daß bei mittleren Temperaturen die Schnellig¬ 
keit der Reaktion zuerst zu- 
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nimmt und dann erst zu 
sinken beginnt, wie dieses 
aus Fig. 3 ersichtlich ist. 
Gleichzeitig wurden Ver¬ 
suche zur Re Stimmung der 
von dem Zymin bei verschie¬ 
denen Temperaturen ausge- 
schieden en Kohlen säuremenge 
unternommen. Da die Ausfüh¬ 
rung dieser Versuche bei nie¬ 
deren Temperaturen unzweck- 
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b-Tage 
Fig. 3. 
Bildung von Nichteiweißstickstoff an den ver¬ 
schiedenen Tagen der Versuchsdauer bei 
Selbstverdauung des Zymins bei verschie¬ 
denen Temperaturen. 
mäßig war, wurden solche 
Versuche nur bei 20—220 und 
bei 30—34° angestellt. Ge¬ 
wöhnliche Kolben von 200 ccm 
Inhalt, mit Gummipfropfen und 
2 gebogenen Glasröhren zur 
Durchleitung von Luft, wur¬ 
den mit 50 ccm destilliertem 
Wasser beschickt und im 
Autoklaven sterilisiert. Da¬ 
rauf wurden unter Anwendung aller Vorsichtsmaßregeln mög¬ 
lichst gleiche Quantitäten Zymin (von 3 — 5 g) und ca. 20 
Tropfen Toluol zu dem Kolbeninhalt hinzugefügt. Ein Teil 
der Kolben wurde in den Thermostaten, der andere Teil in ein 
Gefäß mit Wasser bei Zimmertemperatur gestellt. Der Luft¬ 
strom wurde mit Hilfe einer Wasserpumpe durch den Apparat 
gezogen. Die Luft passierte zunächst ein Gefäß mit Natronkalk, 
darauf ein U-Rohr mit Glasperlen, die mit Toluol befeuchtet
        

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