Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Furol und Methylfurol liefernden Bestandteile der Lignocellulose
Person:
Fromherz, Konrad
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18438/17/
Über die Furol usw. liefernden Bestandteile der Lignocellulose. 225 
gebracht, darauf in eine neue Vorlage destilliert und nach den 
Vorschriften von Kr ober und Eilet Furol und Methylfurol 
bestimmt. 
Endlich wurde der sorgfältig ausgewaschene im Auto¬ 
klaven ungelöst gebliebene Rückstand mit 12°/oiger Salzsäure 
in einen Kolben gespült und auch in diesem Teil die Furol- 
bestimmungen ausgeführt, 
Die Ergebnisse dieser Versuche mit der Lignocellulose 
sind in Tabelle IV und in den dazugehörigen Kurven zusammen¬ 
gestellt. Jeder Versuch besteht aus drei Furolbestimmungen, 
erstens einer Bestimmung des freien Furols und Methyl- 
furols, das beim Erhitzen im Autoklaven gebildet wurde, 
zweitens des Furols und Methylfurols aus den im Auto¬ 
klaven in Lösung gegangenen Furol liefernden Stoffen, und 
drittens, des Furols und Methylfurols aus dem ungelösten 
Rückstand. 
In der Tabelle IV sollen die Zahlen I bis IV in der vierten 
Spalte direkt auf die entsprechenden Kurven verweisen. In diesen 
letzteren hätte eigentlich als Abszisse die Stärke der Erhitzung 
eingetragen werden müssen, die nicht allein von der Temperatur, 
sondern auch von der Dauer abhängig ist. Da jedoch immer 
rasch auf die gewünschte Temperatur erhitzt und darauf die 
Flammen entsprechend verkleinert wurden, nahm ich für die 
Versuche 1 bis 6 diese Dauer als gleich an. Versuch 7, bei 
dem sicher am stärksten erhitzt wurde, habe ich willkürlich 
an das Ende der Kurven eingetragen. Die Kurven sind alle 
so gezeichnet, daß übereinanderliegende Punkte aller Kurven 
durch denselben Versuch gewonnen sind. Bei Kurve IV ist der 
Maßstab für das gefundene Furol auf die Hälfte verkleinert. 
Zu dem letzten Versuch sei noch folgendes bemerkt : Das 
Destillat des Filtrates ohne Salzsäure (I) färbte Anilinacetat¬ 
papier orange und gab mit Phloroglucin den für Methylfurol 
charakteristischen, erst ziegelroten, dann braunrot werdenden 
Niederschlag. Nach dem Filtrieren, Auswaschen und Trocknen 
war dieser ockergelb gefärbt und löste sich sehr leicht mit 
ganz geringem Rückstand, den ich nicht mit Sicherheit als 
Furolphloroglucid bezeichnen möchte, in Alkohol auf.
        

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