Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Kenntnis der allmählichen Hydrolyse des Pferdeoxyhämoglobins
Person:
Kirbach, Hugo
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18434/14/
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Hugo Kirbach, 
punkt, wann die Entwicklung zu Ende war, konnte nicht festgestellt 
werden ; bei einer Erschütterung des Apparates oder bei einer Erhöhung 
der Temperatur wurde nach scheinbarem Auf hören immer noch N in 
Freiheit gesetzt. 
In 10 ccm derselben Lösung war vorher nach Kjeldahl der Ge¬ 
samtstickstoff ermittelt worden. Das den freien N enthaltende Eudiometer 
wurde nach 22 Stunden in ausgekochtes Wasser gebracht und aus dein 
nun abgelesenen Volumen mit Rücksicht auf Temperatur und Barometer¬ 
stand das Gewicht des freigewordenen Stickstoffes ermittelt und auf den 
Gesamt-N bezogen. 
Zahlreiche von mir und anderen ausgefühfte Bestimmungen er¬ 
gaben aber trotz intensiver Vermengung der Lösungen und trotz des 
Umstandes, daß die Bromlauge immer in derselben Temperatur zur Ver¬ 
wendung kam, keine übereinstimmenden und sicheren Resultate bei Ver¬ 
wendung ein und desselben Präparates. 
III. Spaltung des Kyrins. 
Sowohl für die qualitativen als auch für die quantitativen 
Spaltungen wurde das reine Kyrinsulfat 12 Stunden lang am 
Rückflußkühler mit der 10—15 fachen Menge Schwefelsäure 
(2/3 Gewichtsmenge Wasser, 1k Gewichtsmenge konzentrierte 
Säure) gekocht und dadurch das Kyrinmolekül vollständig hydro¬ 
lytisch gespalten. 
A. Qualitative Spaltung. 
12 g Sulfat der 24. Umfällung (Darstellung B) wurden in 
oben angegebener Weise gekocht. Die filtrierte und mit Wasser 
verdünnte Lösung wurde zur Ausfällung der Basen vorsichtig 
und unter Vermeidung eines Überschusses mit 10°/oiger Phos¬ 
phorwolframsäure versetzt, filtriert und gut mit Wasser aus¬ 
gewaschen. Das Filtrat (Filtrat I) wurde später auf Amidosäuren 
geprüft. 
a) Basen. 
1. Der Phosphorwolframsäureniederschlag wurde in Wasser 
suspendiert, in Ammoniak in der Wärme gelöst, die Lösung 
zur Ausfällung der Phosphorwolframsäure und der Schwefel¬ 
säure mit Barythydrat versetzt, filtriert, mit Ammoncarbonat 
versetzt, filtriert und das Filtrat eingedampft. Der Rückstand 
wurde in Wasser gelöst und mit Schwefelsäure neutralisiert. 
Eine Probe dieser Lösung gab sowohl auf Zusatz von ammonia-
        

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