Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Frage über die Einwirkung von Reduktionsmitteln auf Cholsäure
Person:
Ekbom, Alfr.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18432/14/
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Alfr. Ekbom, 
Acetylderivaten nicht ausgeschlossen war, hielt ich es für not¬ 
wendig, Versuche mit Cholsäure und Eisessig allein auszuführen. 
Ich will also zuerst über diese Versuche berichten. 
II. Über die Einwirkung von Eisessig auf Cholsäure. 
Auch zu diesen Versuchen wurde bei 120° getrocknete 
Cholsäure verwendet. Sie wurde mit Eisessig in einem Kolben 
mit Rückflußkühler auf einer Asbestplatte verschieden lange Zeit 
in den verschiedenen Versuchen im Sieden erhalten. Darauf 
wurde die Lösung in eine größere Quantität Wasser eingegossen 
und die entstandene, voluminöse Fällung mit Wasser fein zer¬ 
rieben, genau ausgewaschen und an der Luft zum konstanten 
Gewicht getrocknet. Der so behandelte Niederschlag wird als 
Rohprodukt 1 bezeichnet. Das von ihm getrennte Filtrat ent¬ 
hielt regelmäßig etwas Substanz, welche, wie besondere Ver¬ 
suche zeigten, ebenfalls nicht die Reaktion von Mvlius gab. 
Diese Substanz, als Rohprodukt 2 bezeichnet, wurde in zwei 
Versuchen (3 und 4) als solche, in den zwei anderen (1 und 2) 
dagegen erst nach dem Rehandeln mit überschüssiger Sodalösung 
in der Wärme und Ausfällung mit Chlorwasserstoffsäure aufge- 
sammelt. Die verschiedenen Rohprodukte 2 wurden immer nach 
Auswaschen an der Luft zum konstanten Gewicht getrocknet. 
Das Rohprodukt 1 wurde in Ammoniak gelöst und diese 
Lösung mit gesättigter Chlorbaryumlösung versetzt. Nach einer 
bestimmten Zeit wurde der Niederschlag aufs Filtrum genommen 
und mit gesättigter Chlorbaryumlösung gewaschen. Der Nieder¬ 
schlag und das von ihm getrennte Filtrat wurden gesondert mit 
Salzsäure behandelt; die in Freiheit gesetzten Gallensäuren mit 
Wasser bis zum Verschwinden der Rarvumreaktion gewaschen 
und an der Luft bis zur Gewichtskonstanz getrocknet. Das 
Produkt aus der Raryumfällung bezeichne ich als A und das 
aus dem Filtrate als B1) — diese Produkte gaben, wie das 
Rohprodukt 1, nie die Reaktion von Mylius. 
Experiment 1. lg Cholsäure wurde 4 Stunden 15 Minuten 
lang mit 10 g Eisessig erhitzt, Das Gewicht des Rohproduktes 1 
ß Über das Verhältnis zwischen den Gewichten des Produktes B 
in lufttrockenem und exsikkatortrockenem Zustande, siehe Seite 122. die 
erste Note.
        

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