Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über das Verhalten der in den Organismus eingeführten Stärkelösung, Ablagerung der Stärke und Umwandlung in Glykogen
Person:
Moscati, Guiseppe
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18431/1/
Über das Verhalten der in den Organismus eingeführten Stärke¬ 
lösung, Ablagerung der Stärke und Umwandlung in Glykogen. 
Von 
Dr. Giuseppe Moscati, 
Assistenzarzt an den "Vereinigten Krankenhäusern von Neapel. 
Mit zwei Tafeln. 
(Aus dem physiologisch-chemischen Institut der Universität, Professor P. Mal erb a.) 
(Der Redaktion zugegangen am 23. September 1906.) 
Diese Untersuchungen, welche ich unter der Leitung des 
Herrn Professor Mal erb a ausgeführt habe, betreffen ein ganz 
unbebautes Feld. Es ist mir kein Forscher bekannt, welcher 
Stärkelösung subkutan oder intravenös injiziert hätte, um das 
Verhalten derselben im Organismus zu studieren. 
A priori könnte man annehmen, daß Injektionen einer 
so viskosen Flüssigkeit leicht Embolien verursachen würden, 
und ich darf wohl voraussetzen, daß dieser Gedanke manche 
Forscher von solchen Versuchen abgehalten hat. 
In einer früheren Arbeit habe ich schon gesagt, daß es 
leicht ist, eine hinreichend flüssige und vollkommen homogene 
Stärkelösung zu bereiten, deren Beschaffenheit auch keine 
schädlichen Wirkungen erwarten läßt. 
Die Versuche bestätigten diese Voraussetzung und ich 
habe die Lösung, ohne irgend welche Störungen hervorzu¬ 
rufen, bei Huncfen intravenös injiziert. Wenn ich jedoch ab¬ 
sichtlich eine unzureichend erhitzte Lösung, in der die Stärke¬ 
körnchen noch nicht ganz zergangen waren, in die Venen 
einspritzte, starben die Hunde sofort an Embolie, während 
sie selbstverständlich bei subkutaner Injektion derselben Lö¬ 
sung am Leben blieben. 
Es ist mir gelungen, exzessive Dosen Stärke (2—3 g 
per Kilo Tier) ohne nachteilige Folgen zu injizieren. Aller- 
Hoppe-Seyler's Zeitschrift f. physiol. Chemie. L. 6
        

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