Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vergleichende Untersuchungen über den Wert der Alménschen Wismutprobe und der Worm Müllerschen Kupferprobe bei der Untersuchung des Harnes auf Zucker
Person:
Hammarsten, Olof
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18430/31/
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Olof Hammarsten, 
führt. Es ist selbstverständlich, daß nur solche Untersuchungen 
beweisend sind, in welchen man die Harne mit den beiden 
Reagenzien geprüft hat. 
Aus den Untersuchungen, wo man dies getan hat, findet 
man nun, daß auch die Worm Müllersche Probe nach der 
positiven Seite hin nicht zuverlässig ist. Die Untersuchungen 
von Pflüger kann ich hier beiseite lassen, weil er die Proben 
nicht vorschriftsmäßig ausgeführt hat. Kister mann, dessen 
Untersuchungen auch von Pflüger zu Ungunsten der Wismut¬ 
probe angeführt wurden, sagt bezüglich der von ihm untersuchten 
Harne, welche nach Kochen 5 Minuten lang die Wismutprobe gaben, 
folgendes: «Daß die das Nyland ersehe Reagens reduzierenden 
Harne übrigens zumeist auch die Trommersehe und Worm 
Müllersche Reaktion gaben, sei nur nebenbei bemerkt». 
Worm Müller, welcher auf Grund mehrjähriger Unter¬ 
suchungen die Erfahrung gewonnen hatte, daß normale Harne 
häufig 0,02—0,05°/o Zucker enthalten, den er mit seinem Rea¬ 
gens nachgewiesen hat, sagt, daß er in «zuckerfreien» Harnen, 
welche Wismutoxyd beim Kochen schwärzen, nur in einzelnen 
isolierten Ausnahmefällen mit seiner Probe Reduktion erhalten 
hat. Hierzu ist aber zu bemerken, daß Worm Müller nicht 
mit der Ny lander sehen Lösung, welche zu jener Zeit noch 
unbekannt war, gearbeitet hat, und daß seine Erfahrung also 
nichts über die Brauchbarkeit der beiden Proben aussagt. 
Nylander fand unter 100 normalen Harnen 14, welche mit 
der Wismutprobe einen positiven Ausschlag gaben. Von diesen 
14 gaben 12 eine unzweifelhafte und 2 eine zweifelhafte Reaktion 
mit der Worm Müll ersehen Probe. Von den obengenannten 
12 Harnen, welche auch die Worm Müllersche Reaktion gaben, 
wurden 7 mit Hefe behandelt, und in allen wurde nach ein 
paar Tagen mit der Worm Müllerschen wie mit der Wismut¬ 
probe ein negatives Resultat erhalten. Nylander erklärt dies 
durch die Annahme kleiner Zuckermengen in den untersuchten 
Harnen, was von Pflüger als ein Irrtum bezeichnet wird. 
Pflüger hatte beobachtet, daß die Gärungsprobe zu unrichtigen 
Schlüssen führen kann, und aus dem Grunde erklärt er, nicht 
daß Ny land er vielleicht oder wahrscheinlich sich geirrt hat,
        

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