Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchung über das Vorkommen von Brom in normalen menschlichen Organen
Person:
Pribram, Egon
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18419/6/
K"on l’ri bra m. 
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elektrische Strom von 0A2—0 15 V wurde von einem Wider¬ 
stünde. durch welchen ein Akkumulator kurz geschlossen war, 
abgezweigt. Da der elektrische Strom, welcher die Flüssigkeit 
passiert, nur von geringer Stromstärke sein kann, muhte die 
Elektrolyse lange fortgesetzt werden, his ein empfindliches 
Galvanometer keinen 'Ausschlag mehr zeigte. Da jedoch das 
. » 
einmal zusammengestellte System keine sonderliche Beauf¬ 
sichtigung hraueht, so mag dieser I instand kaum als erschwerend 
in llctraehl kommen. Anderseits können leicht melirere Kleklro- 
lysen gleichzeitig von demselben kurzschlielîenden Widerstande 
geleistet werden-. 
War das Kudo der Reaktion eingetreten, so wurde die 
Anode heraiisgehoben. vorsichtig mit Wasser ausgewaschen 
und in verdünnter reiner Natronlauge mit llvdrazinlivdral be¬ 
handelt. Die Zersetzung des Malogensilbcrs geht schon in. der 
Kälte vor'sich, zur erhöhten Sicherheit wurde auf dem Wasser- 
* 
bade kurz erwärmt, von etwa ahgelöstem Silber filtriert, ein- 
gedämplt und vorsichtig über freiem Feuer erhitzt. 
hin leil dieses in Wasser gelösten Rückstandes wurde 
in einer kleinen Retorte zur Prüfung auf ,1ml mit Schwefelsäure 
ungesäuert und mu h Zusatz von etwas Kisenoxvdsullät destilliert. 
Ergab sieh die Abwesenheit von Jodiden, wie es hei .Milz, Ge¬ 
hirn und Geber der Fall war. so wurde der Destiilalionsi iick- 
.stand mit Soda neutralisiert, filtriert und mit dem anderen 
Anteil vereinig, hierauf in einem kleinen Seheideirichter mit 
verdünnter Schwefelsäure ungesäuert und nach Zusatz frisch 
destillierten Schwefelkohlenstoffs unter Lmseliiilteln mit Irisch 
bereitetem Ghlorwasser aus einer vor Licht gesc hützten Rürette 
in kleinen Anteilen versetzt, bis ein l herselml) von Chlor vor¬ 
handen war. 
Ls trat bei keinem der drei verarbeiteten Organe eine 
Gelbfärbung des Schwefelkohlenstoffs, auch nicht in Spuren, 
ein. Zur Kontrolle habe ich einem halben Ochsengehirn 0,00ög 
Bromnatrium zugefügt, dann dasselbe in der beschriebenen 
Weise verascht, die Lösung elektroiysiert und weiter geprüft; 
es konnte mit aller Sicherheit Brom naehgewiesen werden. 
Wenn auch sehr unwahrscheinlich, so schien es mir doch
        

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