Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchung über das Vorkommen von Brom in normalen menschlichen Organen
Person:
Pribram, Egon
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18419/5/
Über das Vorkommen von Hrom in normalen mens« lili* ben Organen ißt 
(i( im Wassei hade /iif Irnckne gebracht, hioruuf (lurch mehrere 
Taffe und Nächte auf einem Gasofen mil kleiner Flamme er¬ 
hitzt, während die Schah* mit einer zweiten umgestülpten 
Porzellanschale oder einer Porzellanplatte bedeckt blich Dieses 
Erhitzen wurde .fortgesetzt bis zum Verschwinden alter teerigen 
Produkte. Hierauf wurde mit heißem Wasser extrahiert. filtriert, 
der Killerrückstand nochmals in der gleichen Weise, diesmal 
bei höherer Temperatur verascht, dann gleichfalls mit Wasser 
aiisgelaugl. 15eres kins praktischen Vorschlag aus Nenckis 
Euboiatoiium. die Veraschung mit Zusatz von reinem Kalk aus¬ 
zuführen, 11 habe ich erst im Laufe meiner Versuche kennen 
gelernt und bei einigen Schilddrüsen verwertet. Durch den 
Kalkzusatz wird die Veraschungsdauer entschieden abgekürzt, 
abgesehen \on dem Vorteil, daß keim* Vermehrung der wasser¬ 
löslichen Salze entsteht. 
Die Wasserextrakte hatten trotz der langen Verkohlung 
(*ine gelbe Farbe ; sie wurden mit den Waschwässern vereinigt 
auf etwa dOO ccm eingedampfl, hierauf in einem schmalen 
(daszylinder mit soviel Schwefelsäure versetzt, daß, auf f>00 ccm 
Volumen berechnet', der Schwefelsäuregehalt einer Normalsäure 
entsprochen hätte. Nach- einigem Abstehen halle sieb ein 
geringer brauner Niederschlag abgeschieden. Die klare, aber 
noch immer gelbe Flüssigkeit wurde durch einen lieber in das 
zur Elektrolyse hergerielilete, sehmale, zylinderförmige Gefäß 
eingefüllt, der Rückstand wurde auf einem kleinen Filter filtriert 
und wiederholt mit heißem Wasser gewaschen. Mittels der 
Waschwässer wurde das Volumen von f>0o ccm erreicht. Die 
saure Flüssigkeit roch niemals nach Rlausäure. 
Nun wurde die Elektrolyse genau nach Speckelers Vor¬ 
schrift durchgeführt. Als Anode diente ein etwa SO-(firm großes 
Riech aus reinem Silber, die Kathode war ein kleines Platin- 
hlech, welches um das in den Zylinder tauchende Uasleitungs- 
rohr gewunden war. Während der Elektrolyse wurde ein lang¬ 
samer Strom reinen 'Wasserstoffs eingeleitet, welcher nach 
Kunkels Vorschlag8) elektrolytisch entwickelt wurde. Der 
') Ne nek i, opera omnia, I’d. II. S. (XI 
‘"i Diese Zeitschrift. Md. XMV. S. 511.
        

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