Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über das verschiedene Verhalten organischer und anorganischer Arsenverbindungen Reagenzien gegenüber, sowie über ihren Nachweis und ihre Bestimmung im Harn nach Einführung in den Organismus
Person:
Carlson, C. E.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18417/12/
Has Verhalten organisch«.* un,I anoipmisrlmr Arsenverbindungen. 421 
bfachri'Wi, Versuch mil reiner Kako.iylsiiurel frei von 
organischen Arsenverbindungen gewinnen. Die zur Unter¬ 
suchung kommenden Urine werden demgemäß entweder na.li 
vorheriger /erst,',rung lnj, Kaliumchloral und Salzsiiure oder 
direkt mil Schwefelwasserstoff Itehandell und der entstan¬ 
dene Niedersei,lag zur Entfernung des Kakodvlsnlfids 
in Ammoniak gelöst und mit Salzsäure gefällt. Das 
ausgefallene Arsensulfid, halte iel, durch Sehmelzèn' 
mit Salpeter und Nalriumcarbonul (von mir kursivirrt) 
in Arsensäure ühergeffihrt und diese nach der Methode von 
l’nlenske durch Wägung des Arsenspiegels quantitativ he- 
«stimmt. 
Die hei dieser I nlersuelnmg begangenen Irrtiimer dürften 
am deutlichsten durch die nachfolgende Hesrlireihung einiger 
zur Nachprüfung aiisgelührlen Reslimmungen klargelegt werden. 
l-.s wurden O.IÎO g Nalriumkakodylal (von K. Merck)') in 
10 ccm Wasser aufgelöst uml mit Io coin Salzsäure ll,P’/n) 
und Wccm gesättigter Sehwefelwassersloflliisung versetzt. Nach 
:.f war "''ringer, sehr schwach grlhgrfärhler 
Niederschlag entstanden. Dieser wurde auf einem kleinen Kilt, um 
von :> eu, lîadius aufgesammelt und mit öiKi ccm Wasser, 
das in kleinen I’orlionen aufgegossen wurde, gewaschen. Der 
Auslaut des Trichters wurde verschlossen und das Killer 
""I •> Prozentigem Ammoniak angefülll. Nach Verlauf einiger 
Minuten wurde die Kliissigkeil in ein imlcrgeslclllcs lleeherglas 
rinnen gelassen, worauf starke Ansäiirung mit MCI slatlfaud. 
Ks entstand nunmehr eine milchige Trübung, die anscheinend 
nur aus Schwefel bestand. Die Mischung wurde sodann auf 
ein kleines doppellgelalteles Killer gegossen und wiederum mit 
destilliertem Wasser gründlich gewaschen. Das Killer wurde 
nachträglich wieder verschlossen, mit einer kleinen Menge 
Ammoniak behandelt und das Kill rat in eine kleine Schale „uf- 
gelangen, mit einigen Zentigramm Soda versetzt und zur 
I rockenheil eingcdampfl. Ilei Deduktion der Mischung nach der 
') fieses Präparat war vollkommen frei von arwitigcr Säure und 
Arsensäuro.
        

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