Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zum Chemismus der Verdauung im tierischen Körper. VI. Mitteilung: Eiweiß- und Kohlehydratverdauung im Magendarmkanal
Person:
London, E. S. W. W. Polowzowa
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18414/3/
nm 
K. S. London und W. \Y. Polowzowa 
dalil verwendet werden: die dritte Portion wird zur Bestim¬ 
mung d(‘s Albumosengehaltes mit gepulvertem Zinksulfat ge¬ 
sättigt und die vierte mit Phosphurwolframsäure bis zur voll¬ 
kommenen Fällung versetzt: dann werden beide letztgenannten 
Portionen filtriert und im Filterriiekstand der Stickstolfgehalt 
nach K jeldahl bestimmt. Den Albumosenwert, in Gramm Stick¬ 
stoff ausgedrüvkt. erhalten wir direkt durch Verbrennen des 
Filterriickstandes nach Kjeldahl; durch Subtraktion dieses 
Wertes von dem StickstotTg< halt des Phosphorwollramsäure- 
niedersehlages bekommen wir den SliekstoIVgehalt der Peptone¬ 
fraktion. und die Subtraktion des Slickstotlgehaltes des letzt¬ 
genannten Niederschlages von dem GesamtstickstolT des Filtrats 
ergibt uns die Stickstollinenge, welche den weiteren Abbau¬ 
produkten, den sog.. Best körpern, zugehört. I nier Bcstkörpern 
verstehen wir nicht nur die verschiedenen Aminosäuren, wie 
Tyrosin, Leucin. Alanin. Asparaginsänrc und Glutaminsäure, 
welche nach den Untersuchungen von Abderhalden-Kautzsch- 
London1) sich während der Darmverdammg bilden: sondern 
es müssen auch kompliziertere phosphorwolframsäurelösliche 
Peptide hinzugereehnet werden. 
Zur Bestimmung des Zuekergelialtes bedienten wir un> 
der gewichtsanalytischen Methode von Allihn. Den Dextrin- 
gclialt des Filtrates bestimmten wir auf saccharimotrisehem 
Wege, indem wir die Dextrine durch llydralisieren mit verdünnter 
Salzsäure in Zucker überführten und diesen nach Allihn be¬ 
stimmten: die Dextrinmonge erhält man dabei durch Multiplizieren 
des erhaltenen Wertes mit 0,D. 
Der Filterrückstand wird in loto getrocknet und seine 
Trockensubstanz direkt bestimmt. Hin Teil davon wird lein 
gepulvert und in drei Portionen geteilt, von denen eine zur 
Bestimmung des Slickstoffgehaltes nach Kjeldahl, die zweite 
zur Bestimmung der Salze und die dritte zur Stärkehestimmung 
verbraucht werden. Die betreffende Portion wird zuerst im 
Sox h let sehen Dampflopf bei H—\ Atmosphären H—i Stunden 
lang erhitzt, wobei die Stärke in Dextrine verwandelt wird. 
Di. 
Z.'ilscliiill. IM XI.VIII. lieft Ü. S Mil.
        

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