Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zum Chemismus der Verdauung im tierischen Körper. VI. Mitteilung: Eiweiß- und Kohlehydratverdauung im Magendarmkanal
Person:
London, E. S. W. W. Polowzowa
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18414/25/
Zum Chemismus der Verdauung im tierischen Körper. VI. Höf) 
während die anderen länger darin verbleiben? Die vorletzte 
Rubrik uM) der labelle A gibt uns darüber folgenden Aufschluß: 
die Nährstoffe verlassen den Magen nicht alle in gleichem 
Maße; vielmehr übertrifft im allgemeinen die Menge der mis 
dem Magen entfernten Kohlehydrate* diejenige der Stickstoff, 
substanz: in der 1. Stunde um 16.37 «/-o, in der 2. um 8,72" •*, 
ui 3. um 6,76 % und in der 6. um 7,26*'«: in der i. Stunde 
prävalieren Sliekstofisubstanzen (um 2.08";,*i und in der f>. sind 
lu-ide Größen einander gleich (Differenz von 0,1" „j Wirsehen 
mm. dah der Magen keineswegs indifferent zu den verschieden¬ 
artigen Nahrungsstoffen bleibt, daß er im Degenteil dieselben 
zu soi tieien ]»liegt, indem er die einen schneller weiter befördert, 
die anderen aber länger in seinem Inneren behält. Möglicher¬ 
weise hängt diese Sortierungstätigkeit des Magens mit der un¬ 
gleichen Verdauungsintensität für verschiedene Stoffe zusammen, 
indem der Magen diejenigen Stoffe länger behält, welche er in 
größerem Maße zu verdauen pllegt — Kiweißsubstanzen -, 
während er sich von den im geringeren Grade der Verdauung 
unterliegenden Kohlehydraten schneller zu befreien sucht. Wir 
lialicn es aber für verfrüht, infolge ungenügender Reobaehtungs- 
zahlen irgend welche bestimmteren Schlüsse daraus ziehen zu 
wollen. 
Die llesorptionsverhällnisse im Magen gestalten sieh, wie 
aus der labelle R ersichtlich, folgendermaßen: 
Rci einem Pylorusfistelhund iZigan) fand in einem Ver¬ 
such gar keine Resorption statt, in einem anderen dagegen 
war im Anfangsteil des Duodenums ein geringes Defizit von 
-.07" ,, Trockensubstanz zu konstatieren : beim zweiten Hunde 
(Ranzai) fänden wir im Anlängsteil des Duodenums eine Ab¬ 
nahme der Nährstoffe gleich t,63".»: endlich, heim dritten Hund 
I schiidnoi), von dem weiter oben die Rede war, erwies sich 
• ui Defizit an Trockensubstanz gleich 16.36° Aus diesem 
Mißverhältnis zwischen den Versuehsresultaten von beiden 
crslcren und dem letztgenannten Hunde haben wir den Schluß 
gezogen, daß bei diesem irgend eine Abnormität der Fistellage 
eingetreten sein mußte, wodurch das Vorbeigleiten eines Teils 
T r Nahrung neben der Fistel ermöglicht wurde, so daß nicht
        

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