Bauhaus-Universität Weimar

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Otto Riesser, 
Die Analysen ergaben: 
54. 0,0739 g der im Vakuum über Schwefelsäure getrockneten Substanz 
gaben bei der Verbrennung mit Bleichromat 0,1421 g C02 und 
0,0373 g H20. 
Gefunden : Berechnet für 
54. C6H1SN402 • SO2C10H7 : 
G = 52,44°/o 52,75 °/o 
H — 5,66 °/o 5,49 °/o 
Beifolgende Tabelle (S. 237) gebe einen vergleichenden 
Überblick über einige Eigenschaften bei den untersuchten Ver¬ 
bindungen der drei optischen Isomeren des Arginins. Das ab¬ 
weichende Verhalten des Racemkörpers, sowie die nahezu völlige 
Übereinstimmung der optischen Antipoden ergeben sich daraus 
mit besonderer Deutlichkeit. 
II. Teil: 
Zur Kenntnis des Ornithins. 
Da im Verlaufe dieser Arbeit mehr als einmal das Ornithin 
festgestellt werden konnte, ergab sich von selbst der Anlaß, 
auch dieser Amidosäure einige Aufmerksamkeit zu schenken. 
So führte die hydrolytische Spaltung eines Teils des im Bomben¬ 
rohr erhitzten Arginins zu einem racemischen Ornithin, die 
Fermentspaltung des r-Arginins zum d-Ornithin. Endlich habe 
ich das inaktive Ornithin auch synthetisch dargestellt, wobei 
mich die Absicht leitete, aus salzsaurem Ornithin und Cyanamid¬ 
natrium das Arginin synthetisch aufzubauen. Da diese synthe¬ 
tischen Versuche jedoch zunächst zu keinem befriedigenden 
Ergebnis führten und mich zu weit von meiner eigentlichen 
Aufgabe abzuziehen drohten, benutzte ich das wenige noch ver¬ 
bleibende Material zur Darstellung einiger Verbindungen, von 
denen die mit ß-Naphtalinsulfosäure noch nicht bekannt war. 
Ein Vergleich mit dem unmittelbar aus Edestin gewonnenen 
r-Ornithin mußte zudem von Interesse sein. 
A. d-Ornithin. 
Für die physiologische Chemie gewann diese Base ihre 
Bedeutung durch die Entdeckung Jaffés,1) der ihre Dibenzoyl- 
*) Ber. d. Deutsch, chem. Gesellsch., Bd. X, 1926 (1877); Bd. XJ, 
S. 406 (1878).
        

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