Bauhaus-Universität Weimar

Über eine Heptose im menschlichen Urin. 
Von 
Dr. F. Rosenberger. 
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ltcr Itodaktion -/.upviranpiMi : in ::i Juli Riot’,.) 
Im folgenden gebe ich Beobachtungen wieder, die ich 
am Trin einer Patientin im Laute des letzten Jahres gemacht 
habe, über deren Tratausscheidung und sonstige klinische 
Verhältnisse, da die Krankengeschichte sehr interessant ist, an 
anderer Stelle1) berichtet werden wird. 
So lange die Kranke auf der medizinischen Abteilung des 
Juliiisspitals zu Würzburg lag, gelang es mir, in ihrem Urin 
durch Ausziehen mit Methyl- resp. Äthylalkohol und Fällen mit 
Äther eine optisch inaktive, eine rechtsdrehende und eine dritte 
Substanz nach Möglichkeit zu isolieren, die im Laufe der Unter¬ 
suchungen zuerst schwach links drehte, dann aber aus völlig 
unbekannten Gründen optisch inaktiv wurde. 
Die rechtsdrehende Substanz war gärfähig mit reiner Bicr- 
liefe. Die beiden andern waren es nicht: auch der Versuch, 
sie mit Salzsäure zu invertieren, gab ein völlig negatives He- 
sultat. Alle drei Substanzen reduzierten Kupferlösung und beim 
Kr wärmen ammoniakalische Silberlösung. Osazone konnte ich 
nur aus der rechtsdrehenden Lösung gewinnen, in den beiden 
andern bildete sich nur eine gelbe, wolkige Trübung, in der 
sicli unter dem Mikroskop vereinzelte Krystallc nachweisen lieben. 
Ich betone ausdrücklich, daß ich zur Herstellung der Osazone 
nur io Minuten lang das Gemisch von Lösung, Phenylhydrazin 
und Lssigsäure auf dem Wasserbad erhitzte: es ist wichtig, 
diesen Punkt im Auge zu behalten ! Durch Bleiacetat (lO’Voige 
neutrale Lösung) wurde keiner der drei Körper gefällt. Die 
Seliwanoffsche Keaktion gal) nur die linksdrehende Lösung 
sofort nach Kochen mit Salzsäure: die beiden anderen erst 
nach langem Kochen. Das Osazon der rechtsdrehenden Sub¬ 
stanz war Irischbereitet gelb, wurde aber nach einigem Liegen 
.‘i beutst lies Archiv für klinische Medizin und Zeitschrift für Biologie.
        

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