Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der Nachweis toxischer Basen im Harn. III. Mitteilung
Person:
Kutscher Lohmann
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18390/3/
Der Nachweis toxischer Basen im Harn. HI. 
HB 
wandte zweilc Fällung mit Platinchlorid wollen wir als -Platin- 
fällung II», das Filtrat davon als «Filtrat der l’latinfälhing II» 
bezeichnen. 
Verarbeitung der Platinfällung II. 
Nach 48 Stunden liltrierlen wir von der erhaltenen Platm- 
lallung ab, wuschen dieselbe mehrfach mit absolutem Alkohol, 
nahmen sie in heillem Wasser aul und zersetzten sie mit Schwefel¬ 
wasserstoff. Die Lösung der so erhaltenen Chloride dampften 
wir auf dem Wasserbade zum dünnen Sirup ein, den wir mit 
dOtyoiger wässeriger Goldchloridlösung vollkommen ausfällten. 
Das Ganze ließen wir einige Tage leicht bedeckt stehen, da¬ 
durch schieden sich alle Goldverbindungen, auch die leichter 
löslichen, last vollkommen ab, denn cs gelang uns nicht aus 
der Mutterlauge durch vorsichtiges Einengen noch nennenswerte 
Mengen von Goldverbindungen zu erhalten. Die reichlich aus¬ 
gefallenen tioldVerbindungen saugten wir scharf ab, vermieden 
aber das Nachwaschen mit Wasser, lösten sic in siedendem 
Wasser, liltrierlen und engten sie bei einer 70" C. nicht über¬ 
steigenden lemperatur auf ein Volumen von 100 ccm ein. * i 
Schon in der Wärme schieden sich aus der Flüssigkeit reichlich 
glänzende, kräftige Nadeln ab. Wir lieben das Ganze einige 
I age leicht bedeckt sieben, dann saugten wir die auskrystalli- 
sierten Goldverbindungen ab. Das Filtrat davon mußte die in 
W asser leichter löslichen Aurate enthalten. Die schwerer lös¬ 
lichen Aurale bestanden der Hauptsache nach aus zwei ver¬ 
schiedenen Goldverbindungen, von denen die eine auch bei 
einer Temperatur von 70« G. in \\W schwer löslich ist, 
während die andere wohl in kaltem Wasser schwer löslich’ 
dagegen in heißem leicht löslich ist. Das verschiedene Verhalten 
der beiden Verbindungen ermöglichte eine leichte Trennung. 
... /M d‘.esem Zweck wurden sie nochmals in siedendem 
\ asser gelöst. Wir dampften die Lösung bei 70° C. auf ea. 
L)0 ccm ein. Dabei schied sich fast quantitativ das eine Gold- 
■salz in kurzen, durchsichtigen, hellgelben Nadeln ab. Ohne die 
*) Fs ist nicht ratsam, 70° C. beim Abdampfen der Lösung der 
Goldsalze zu überschreiten, da sonst meist starke Reduktion und Ab- 
Scheidung von metallischem Gold eintritt.
        

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