Bauhaus-Universität Weimar

Zur Spaltung des Nahrungsciweißes im Darm. 
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Gule witsch*) vor: bei dem richtigsten Verhältnis von Hase, 
Schwefelsäure und Fällungsmittel sind danach noch 22 mg Stick¬ 
stoff im Liter löslich. Nun liegt hier kein reines Arginin vor, 
sondern ein Gemenge mit den anderen Hasen, die Werte sind 
also zweifellos beträchtlich höher. Hei Versuch 3 und Ver¬ 
such (> habe ich mich tatsächlich überzeugt, daß man aus dem 
Filtrat nach Entfernung der Schwefel- und Phosphorwolfram¬ 
säure und Einengen mit Phosphorwolframsäure neue Fällungen 
erhalten kann. 
Es kommt hierdurch selbstverständlich eine gewisse Un¬ 
sicherheit in die Versuche. Nach dem, was ich bei derartigen 
Fällungen gesehen habe, glaube ich aber, daß durch das llaften- 
blciben einer kleinen Menge von Monoaminosäuren im Nieder¬ 
schlag und vor allem durch die Löslichkeit der Salze der llexon- 
basen die aufgeführten Stickstoffzahlen vollständig erklärt werden. 
Die Spaltung des Eiweißes durch kombinierte Pepsin- 
Frepsin-Wirkung ist sicher fast, wahrscheinlich ganz 
vollständig. Und diese Wirkung geht nicht in Tagen vor 
sich, sondern, wie man es von einem ordentlichen Verdauungs- 
lerment verlangen kann, in Minuten oder Stunden. 
Ich bin mir bewußt, daß die mitgeteilten Resultate einiges 
zu wünschen übrig lassen. Ich teile sie trotzdem mit. Denn 
ich sehe, daß trotz der Warnung von Fischer und Abder¬ 
halden aus ihrer Entdeckung bereits weitgehende physiologische 
Schlüsse gezogen werden. 
') w Gulewitsch, Diese Zeitschrift, Hd. XXVII. S. 196 (1899).
        

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