Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Frage nach der Einwirkung von verdünnter Salzsäure auf die Eiweißstoffe
Person:
Swirlowsky, Ed.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18362/32/
Über die Einwirkung von verdünnter Salzsäure auf die Eiweißstoffe. 283 
säure war also während der Digestion gebunden worden. Von 
Zeit zu Zeit wurde in einzelnen, der Hämoglobinlösung ent¬ 
nommenen, filtrierten Proben die Menge des Gesamt- (Tabelle 8) 
und des Monoaminostickstoffs (Tabelle 9) bestimmt. 
Tabelle 8. 
Menge 
der filtrierten 
Probe 
ccm 
Menge der an NH, 
gebundenen 
n/io-H8S04 
in der Vorlage 
ccm 
Menge 
des Stickstoffs 
in 100 Teilen 
der filtrierten Probe 
ë 
28. I. 1905 
10 
20,5 
0,3 
10. III. 1906 
10 
17,7 
0,258 
13. IV. 1905 
10 
12,8 
0,186 
1. X. 1905 
10 
13,7 
0,2 
1. XI. 1905 
10 
5,1 
0,074 
10 
5,3 
0,077 
Anmerkung. Der Titer von 1 ccm n/io-HaS04 entspricht sowohl in 
dieser, als auch in der folgenden Tabelle (Tabelle 9) 0,00146 g Stickstoff. 
Die Proben vom 1. XI. 1905 beziehen sich auf das verdünnte Filtrat 
der Hämoglobinmisch mg : das Filtrat wurde zur Fällung durch Phosphor¬ 
wolframsäure verdünnt. 
Die progressiv abnehmende Gesamtstickstoffmenge in der 
Tabelle 8 könnte mit dem ausfallenden Niederschlag in Zu¬ 
sammenhang gebracht werden: es haben sich N-haltige Pro¬ 
dukte aus der betreflenden Lösung ausgesehieden, welche bei der 
Filtration derselben abgeschieden werden und dadurch die Stick¬ 
stoffmenge des Filtrates verringern. Die in der Tabelle 9 an¬ 
geführten Daten zeigen, daß das Hämoglobin bei der oben 
angeführten Digestion eine Spaltung unter Bildung von stick¬ 
stoffhaltigen Produkten, welche durch Phosphorwolframsäure 
nicht fällbar sind, erleidet. Nach einer ca. 160 tägigen Digestion 
betrug die Stickstoffmenge solcher Produkte ca. 35°/o der Ge¬ 
samtstickstoffmenge der Lösung.
        

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