Bauhaus-Universität Weimar

Zur Kenntnis der Darmgärung. 
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Versuch vom 11. Dezember 1902. 
Abgekürzte Analyse: 
Verpuffen mit überschüssigem 0 unter Zusatz von etwas H zur 
Explosion, dann Absorption des Restes mit Pyrogallol. 
Gehalt des sehr spärlichen Gases an Kohlendioxyd 68,818 °/o, 
quantitativ in ein Eudiometer. 
Anfangsvolumen 0,757 ccm. 
Davon Stickstoff nach Absorption mit Pyrogallol 0,67 ccm. 
Die Zahl ist wie bei allen Analysen mit Pyrogallol als 
Maximum anzusehen, da wie erwähnt die Absorption die letzten 
Spuren nicht entfernt, besonders fällt dies bei so geringen Gas¬ 
mengen ins Gewicht. 
Versuch von Ende November 1905. 
Blinddarm von Kaninchen ohne Zusatz. Nach dem Evakuieren 
mit der Strahlpumpe 24 Stunden stehen gelassen. Dann total evakuiert. 
Analyse : Verpuffung mit Sauerstoff, dann mit Wasserstoff, schlie߬ 
lich zur Kontrolle nochmals mit Sauerstoff. 
Resultat: Das ursprüngliche Gasvolumen, nach Entfernung der 
Kohlensäure, von 7,71 ccm, das ca. die Hälfte des Gesamtgases bildete, 
enthielt nach dem Ergebnis der Verpuffung mit 
Wasserstoff N 3,31 °/o 
Kontrolle mit 0 N 2,94 °/o 
Mittel: N 8,12°/o = 0,24 ccm. 
Ganz analoger Versuch. Dieselbe Methode. 
Resultat: Das ursprüngliche Gasvolumen nach Entfernung der 
Kohlensäure betrug zirka die Hälfte des Gesamtgases und war gleich 
9,53 ccm. Es enthielt nach der Verpuffung mit 
Wasserstoff N 6,55 °/o 
Kontrolle mit 0 N 6,03 °/o 
Mittel: 6,29°/o = 0,6 ccm N. 
Versuch vom 12. Dezember 1905. 
Pferdeblinddarminhalt. Ebenso behandelt. Die Kontrolle mit Sauer¬ 
stoff wurde fortgelassen. Der Darminhalt war ein ziemlich dicker Brei, 
der schwer zu evakuieren war. 
Gesamtgas Aach Entfernung der Kohlensäure: 8,64 ccm. 
Dieses enthielt an Stickstoff: 8,8»/» = 0,74 ccm. 
Versuch vom 19. Dezember 1902. 
Gärung unter Zusatz von Nitrit. 
Abgekürzte Analyse. 
Absorption von 68,18 °/o CO,. 
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