Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Nucleinsäure aus den Spermatozoen des Hamo (Muraenoesox einereus Forsk)
Person:
Inouye, Katsuji
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18355/3/
Über die Nucleinsäure aus den Spermatozoen des Hamo. 183 
2. Spaltung der Hamonucleinsäure. 
70 g hamonucleinsaures Natron wurden, wie bei Darm- 
nucleinsäure vorgegangen war, mit 700 ccm 20-volumprozentiger 
Schwefelsäure 12 Stunden auf dem Sandbade erhitzt, sodann 
von der abgeschiedenen Huminsubstanz abfiltriert und zu wieder¬ 
holten Malen mit Äther ausgeschüttelt. 
Der ätherlösliche Teil wurde nicht weiter untersucht, da 
ich bereits erwiesen hatte,x) daß die Lävulinsäure den wesent¬ 
lichen Bestandteil desselben bildet. 
Der ätherunlösliche Teil wurde mit überschüssigem Baryum- 
earbonat gekocht, filtriert, das Filtrat auf den Gehalt von 
5-volumprozentiger Schwefelsäure gebracht und mit Phosphor¬ 
wolframsäure ausgefällt. 
A. Phosphorwol fr amsäur eniederschlag. 
Der Niederschlag wurde nach der Zerlegung mit Barythydrat 
und der Entfernung des überschüssigen Baryts durch Kohlen¬ 
säure genau nach dem bei der Darmnucleinsäure beschriebenen 
Verfahren*) auf Purinbasen und Cytosin verarbeitet. Es wurden 
gefunden: 0,8231 g Guanin, 1,6238 g Adenin, 0,1211 g Xanthin, 
0,2410 g Hypoxanthin und 2,3911 g Cytosin. 
1. Guanin. Das Guanin wurde als Sulfat analysiert. 
0.1288 g Substanz gaben 36,6 ccm feuchten Stickstoffs bei 5,50 C. 
und 768,8 mm B., entsprechend 35,10 °/o N. 
Berechnet für (C.H,N50)jHjS04: Gefunden: 
35,05 °/o N. 35,10 »/O N. 
2. Adenin. Das durch Umkrystallisation gereinigte Adenin- 
pikrat, welches die charakteristische Krystallform zeigte, lieferte 
bei den Analysen die folgenden Zahlen: 
0.1862 g Substanz gaben 47,3 ccm feuchten Stickstoffs bei 5,50 C. 
und 756 mm B., entsprechend 30,85 °/o N. 
0.1800 g Substanz gaben 0,0370 g H,0 = 2,30 °/o H 
und 0,2400 g CO, = 36,36 °/o C. 
Berechnet für C6H6N6 • CsHsXsO,: Gefunden: 
36,26 “/O C, 2,30 °/o H, 30,82 °/o N. 36,36°/o C, 2,30°/o H, 30,85°/o N. 
3. Xanthin. Die Substanz, die die charakteristischen 
Reaktionen für das Xanthin gab, wurde in der bekannten W eise 
ins Nitrat übergeführt und dann zur Analyse verwendet. 
*) Diese Zeitschrift, Bd. XLII, S. 117. — *) a. a. 0. 
13*
        

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