Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über tierische Leimstoffe. V. Mitteilung: Das Verfahren zur Darstellung der Leimstoffe
Person:
Sadikoff, W. S.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18350/1/
Untersuchungen Ober tierische Leimstoffe. 
V. Mitteilung. 
t 
Das Verfahren zur Darstellung der Leimstoffe. 
Von 
W. S. Sadikoff. 
(Aus dem physiologischen Laboratorium der Universität in St. Petersburg. 1904.) 
(Der Redaktion zugegangen am 29. April 190fi.) 
Die Leimstoffe werden durch die hydrolytische Umwand¬ 
lung des leimgebenden Stoffes, des Kollagens, erhalten. Das 
Kollagen ist sehr verbreitet im tierischen Organismus, es bildet 
eine Stütze für alle Gewebe, aber besonders reichlich ist es in 
Stützgeweben selbst, wie Knochen, Bindegewebe, Knorpel, Sehnen 
und Haut, enthalten. Über seine physikalischen und chemischen 
Eigenschaften ist nur weniges bekannt. Es ist nicht einmal 
festgestellt, ob mehrere Kollagene existieren, oder ob die sämt¬ 
lichen Kollagene in verschiedenen Geweben einheitlicher Natur 
sind; dieser Umstand ist durch die chemische Passivität und 
Unlöslichkeit des Kollagens bedingt. Wenn man aber das Aus¬ 
sehen und die mehr oder weniger leichte Umwandlungsfähigkeit 
in Glutin in Betracht zieht, so ist die Existenz von verschiedenen 
Typen des Kollagens oder sozusagen verschiedenen Graden der 
Kondensation desselben sehr plausibel. Man könnte vielleicht 
unterscheiden : 
I. Das hyaline Kollagen der Knochen und Knorpel — 
eine durchscheinende, elastische, wie geschmolzene Masse, welche 
keine Kohäsion und keine Plastizität besitzt. Was die Gluti- 
nierungsgeschwindigkeit betrifft, so sind Knochenkollagen und 
Knorpelkollagen auch in ihrem Verhalten verschieden: das erste 
nämlich leistet dem hydrolytischen Einfluß des Wassers einen 
weit größeren Widerstand.
        

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