Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die vermeintliche Identität von Pepsin und Chymosin
Person:
Schmidt-Nielsen, Sigval
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18348/17/
108 
Sigval Schmidt-Nielsen, 
Anwesenheit von Magenenzymen überhaupt nachzuweisen, so ist 
sie allerdings nicht ohne Wert, aber man muß ausdrücklich darauf 
aufmerksam sein, daß durch die Anwesenheit der Säure die Koa¬ 
gulationsfähigkeit ungemein gesteigert wird und dadurch zu der 
Annahme gar zu großer Enzymmengen leicht Anlaß geben kann. 
Om zu zeigen, in welchem hohen Grade sogar sehr kleine 
Säuremengen die Koagulation der Milch beschleunigen können, 
führe ich hier als Beispiele die folgenden 2 Versuche an, die 
ich mit erwärmten und darauf neutralisierten Infusionen an¬ 
gestellt habe. Die Versuchstabellen dürften ohne weiteres leicht 
verständlich sein. 
Versuch XII. 
Milch 
ccm 
l°/o ige 
Salzsäure 
ccm 
Wasser 
ccm 
Enzym¬ 
lösung 
ccm 
Berechnete 
Salzsäure in 
der Mischung 
°/oo 
Koagulations¬ 
zeit 
in Minuten 
9 
0,6 
0,6 
2 
ca. 0,42 
31/« 
9 
0,4 
0,6 
2 
» 0,33 
5 
9 
0,3 
0,7 
2 
» 0,25 
10 
9 
0,2 
0,8 
2 
» 0,17 
42 
9 
0,1 
0,9 
2 
» 0,08 
280 
9 
0,0 
1,0 
2 
» 0,00 
unbestimmbar 
Versuch XIII. 
Milch 
ccm 
l°/oige 
Salzsäure 
ccm 
Wasser 
ccm 
Enzym¬ 
lösung 
ccm 
Berechnete 
Salzsäure in 
der Mischung 
°/oo 
Koagulations¬ 
zeit 
in Minuten 
9 
0,5 
0,5 
2 
ca. 0,42 
ca. 2‘/s 
9 
0,4 
0,6 
2 
» 0,33 
» 3 
9 
0,3 
0,7 
2 
» 0,25 
» 47» 
9 
0,2 
0,8 
2 
» 0,17 
9 
9 
0,1 
0,9 
2 
» 0,08 
75 
9 
0,0 
1,0 
2 
» 0,00 
300 
Man ersieht aus diesen Tabellen, daß schon ein Gehalt 
von 0,1 bis 0,2°loo Salzsäure in dem Gemenge die Enzym-
        

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