Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die vermeintliche Identität von Pepsin und Chymosin
Person:
Schmidt-Nielsen, Sigval
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18348/1/
Über die vermeintliche Identität von Pepsin und Chymosin. 
Von 
Sigval Schmidt-Nielsen. 
« 
(Aus dem med.-chem. Institut Upsala. Prof. Hammarsten.) 
(Der Redaktion zugegangen am 24. April 1906.) 
Da im Tierreiche, so weit die Verhältnisse bekannt sind, 
der Magensaft neben einer peptischen regelmäßig auch eine 
milchkoagulierende Wirkung entfaltet, und da ferner der Sinn 
einer Absonderung von einem besonderen milchkoagulierenden 
Enzym in den Magen solcher Tiere, Fische u. a., die niemals 
Milch genießen, nicht zu verstehen ist, kann man sich eigentlich 
nicht verwundern, wenn wiederholt die Ansicht auftaucht, daß 
es hier nicht um zwei verschiedene Enzyme, sondern vielmehr 
um zwei verschiedenartige Wirkungen eines und desselben 
Enzyms sich handle. 
Für eine solche Ansicht, welche zuerst von Nencki und 
Sieber^) und Pekelharing(2) ausgesprochen wurde, ist in den 
letzten Jahren namentlich Pawlow(3) und seine Schüler ins 
Feld getreten. 
Während Nencki, Sieber und Pekelharing sich die 
Sache so vorstellen, als wäre das proteolytische Magenenzym 
mit zwei nach Art der «Seitenketten» unabhängig von einander 
wirkenden Gruppen, nämlich einer milchkoagulierenden und einer 
peptonisierenden, versehen, und während sie also eigentlich 
nicht die Selbständigkeit der beiden Enzymwirkungen leugnen, 
formuliert dagegen Pawlow auf Grund seiner mit Parastschuk 
zusammen ausgeführten, im Jahre 1904 veröffentlichten Unter¬ 
suchungen seine Ansicht dahin, daß es überhaupt keine selb¬ 
ständige Labwirkung gebe, und daß die Milchgerinnung also 
eigentlich nur eine Art Pepsin Wirkung sei. Pawlow und Pa¬ 
rastschuk stützen ihre Ansicht auf zahlreiche Versuche mit
        

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