Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Neue Beiträge zur Kenntnis der Zusammensetzung und des Stoffwechsels der Keimpflanzen
Person:
Schulze, E.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18334/35/
Beiträge zur Kenntnis der Zusammensetzung usvv der Keimpflanzen. 541 
Rückstand schloß anorganische Substanzen in bedeutender Quan¬ 
tität ein. Da er ziemlich stark braun gefärbt war und auch 
eine amorphe Substanz zu enthalten schien, so suchten wir 
zu einem reineren Produkt zu gelangen, indem wir die wässerige 
Lösung einer Wiederausfällung durch Phosphorwolframsäure 
unterwarfen, jedoch in solcher Weise, daß das zuletzt Nieder- 
fallende (vorzugsweise aus anorganischer Substanz bestehend) 
beseitigt würde. Die bei Zerlegung des Niederschlags erhaltene 
ßasenlösung wurde mit alkoholischer Pikrinsäuresolution neu¬ 
tralisiert und dann stark eingeengt. Sie lieferte eine krystal- 
limsche Ausscheidung, die jedoch größtenteils aus Kalium- 
pikrat bestand. Die bei Zerlegung dieser Pikrate mit Salzsäure 
und Äther erhaltene Lösung der Chloride wurde eingedunstet, 
der Verdampfungsrückstand mit Methylalkohol behandelt. Nur 
ein kleiner teil des Rückstandes ging in Lösung,, während 
Chlorkalium zurückblieb. Die Lösung wurde eingedunstet, der 
Verdampfungsrückstand wüeder mit Methylalkohol behandelt. 
Da anzunehmen war, daß auch die so erhaltene Lösung nicht 
völlig frei von Chlorkalium war, so versetzten wir sie zur 
Fällung von Lvsin etc. mit Mercurichlorid und Natronlauge. 
Der so erhaltene Niederschlag wurde dann durch Schwefel¬ 
wasserstoff zerlegt. Die vom Schwefeltjuecksilber abfiltrierte 
Lösung hinterließ beim Eindunsten nur einen sehr geringen 
Rückstand. Die Lösung desselben in wenig Wasser wrurde 
mit alkoholischer Platinchloridsolution versetzt, wobei eine 
Fällung nicht erfolgte. Der Versuch, aus dieser Flüssigkeit durch 
Zusatz einer größeren Menge von Weingeist Lysinplatinchlorid 
zur Ausscheidung zu bringen, blieb ohne Erfolg. Falls trotz¬ 
dem Lysin vorhanden war, so kann seine Quantität ‘ doch nur 
eine äußerst geringe gewesen sein. 
Die von den pikrinsauren Salzen abfiltrierte Flüssigkeit 
wurde durch Schütteln mit Salzsäure und Äther von Pikrin¬ 
säure befreit und dann eingedunstet. Der Verdampfungsrück¬ 
stand gab an absoluten Alkohol noch eine geringe Substanz¬ 
menge ab. Der in Alkohol unlösliche Teil des Rückstands 
wurde in Wasser gelöst, die Lösung mit Mercurichlorid und 
Natronlauge versetzt, die dadurch erzeugte Fällung, nach dem
        

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