Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Affinitätskonstanten einiger Eiweißspaltungsprodukte
Person:
Kanitz, Aristides
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18331/8/
Die Affinitätskonstanten einiger Eiweißspaltungsprodukte. 483 
salzwirkung* keine Korrektur angebracht aus Gründen, die auf 
S. 544 und 545 der Arbeit von Lundén (1. c.) dargelegt sind. 
Die Bestimmung der Hydroxylionkonzentration durch Ester¬ 
verseifung hat zu keinen brauchbaren Ergebnissen geführt. 
Aus der elektrischen Leitfähigkeit erhält man bei einwertigen 
Salzen den Hydrolysegrad (x) durch die Formel :l) 
x,. = 
My — Uv 
MhCI Mv 
NaOH 
(4) 
worin Mv die gemessene Mol-Leitfübigkeit des hydrolysierten 
Salzes bei der Verdünnung v, pHCI die Mol-Leitfähigkeit der 
NaOH 
Salzsäure bezw. der Natronlauge bei derselben Verdünnung v, 
Uv endlich die Mol-Leitfähigkeit des hydrolysierten Salzes bei 
der Verdünnung v für den Fall bedeutet, daß dasselbe gar 
nicht hydrolysiert wäre. 
Für zweiwertige Salze tritt an Stelle von Formel (4) 
nach dem auf S. 479 Gesagten die Formel : 
x = Mv — uv____ 
^Mhci — Mv 
\ NaOH / 
worin bis auf p, die Buchstaben dieselbe Bedeutung haben wie 
in Formel (4) und die Mol-Leitfähigkeit des nicht hydroly¬ 
sierten einwertigen Salzes bedeutet, welches bei der Hydrolyse 
des zweiwertigen Salzes entsteht. (Im Falle des Histidindi- 
( hlorids z. B. ist es die Leitfähigkeit des nichthydrolysierten 
I listidinhydrochlorids.) 
Die experimentelle Ermittelung von pv durch Zuriick- 
drängung der Hydrolyse gelang beim Histidinnatrium und Histidin¬ 
hydrochlorid nur bei v = 32. Bei größerer Verdünnung machte 
sich die Eigenleitfähigkeit des Histidins sehr erheblich gellend. 
Ls mußten demzufolge die zu den größeren Verdünnungen zu¬ 
gehörenden pv-Werte aus der bei v = 32 ermittelten nach 
Ostwald2) geschätzt werden. Die pv-Werte für das Histidindi- 
chlorid wurden gleich der Mol-Leitfähigkeit des von Bredig3) ge- 
') Lher die Aflinitätsgrößen der Basen, von G. Bredig," Zeitschrift 
für physikal. Chem., Bd. XIII, S. 321, 1894. 
*) Vgl. G. Bredig, Beiträge zur Stöchiometrie der Ionenbeweg- 
lichkeit, Zeitschrift f. physikal. Chemie, Bd. XIII, S. 198, 1894. 
3) Ibid. S. 233.
        

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