Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Frage der Aminosäuren im normalen und pathologischen Harn
Person:
Samuely, Franz
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18321/13/
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Franz Samuely, 
auf diese Zahlen selbst keinen allzu großen Wert legen. Viel 
wichtiger aber erscheinen mir die Zahlen, die für Naphthalin- 
sulfoglycin angegeben sind. In diesen kann ich Vergleichswerte 
untereinander sehen, die nun sicher Minimalzahlen sind. Viel¬ 
leicht sind andere Untersucher in den Ausbeuten glücklicher. 
Die Zahlen beziehen sich auf analysenreines Naphthalinsulfo- 
glycin. Eine Übersicht über diese Werte aber zeigt eine gewisse 
Konstanz in dem Auftreten von Glykokoll, ohne allzugroße 
Differenzen. 
Ein bestimmtes Mengenverhältnis Rohprodukte zu Gly¬ 
kokoll wert aber ließ sich vorerst nicht feststellen. 
\V ichtig erscheint es mir, daß bei den Fütterungsversuchen 
5, 6, 8 die Werte für Glykokoll sehr gut übereinstimmen, indes 
die Werte des Rohproduktes erheblich am Normaltag und 
Fütterungstag auseinander liegen. Eine wirklich bedeutendere 
Steigerung an Glykokoll findet sich nur wieder in Analogie zum 
Steigen der Rohproduktmenge im Fall 19, bei der Leukämie. 
Die Zahlenwerte für die Glykokollverbindung, die zwischen 
182—165 bezw. 134 mg schwankt, differierten nicht allzusehr 
von der Ausbeute, die Forssner in einem Fall von 186 mg 
angibt. Es mag Zulall sein, daß diese Werte bei den einzelnen 
Patienten so nahe aneinander liegen, während Forssner Fälle 
fand, in denen das Glykokoll nur spurenweise vertreten war. 
Ich selbst will auch nur mit Vorsicht darauf hinweisen, da die 
untersuchten Fälle sicher nicht zahlreich genug sind. 
Einer gesonderten Resprechung bedarf der Fall von Pneu¬ 
monie, denn er gestattet eine Vermutung über die Form, in der 
möglicherweise das Glykokoll im Harn vertreten ist. Die Steigerung 
an Glykokoll am Tage der Krise gegen den Krankheitsverlauf ist 
schon erwähnt; sie entspricht durchaus der Vorstellung des 
plötzlichen Eiweißzerfalls und Abbaus in der Lunge und dem 
Entstehen reichlicher Abbauprodukte, die wir mit der Krise in 
Verbindung bringen. Nun differieren die Werte an Rohprodukt 
am I age der Aufnahme ohne Medikation nicht von den Tagen 
der Benzoesäureeinfuhr, wohl aber verringern sich die Werte 
an reinem Glykokoll nach Benzoesäuregaben ganz erheblich. 
Was läßt sich daraus folgern? Es verschwändet trotz der abun-
        

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