Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der Nucleinstoffwechsel und seine Fermente bei Mensch und Tier
Person:
Schittenhelm, Alfred
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18274/14/
Der Nucleinstoffwechsel und seine Fermente bei Mensch und Tier. 367 
eine Mal Xanthin, das andere Mal 2-Amino-6-8-Dioxvpurin ent¬ 
steht. Ls ist jedoch aulTallend, daß die Oxydation nicht zu 
Ende, d. h. bis zur Harnsäure, durchgeführt werden kann. 
II. Versuche mit Schweinelunge. 
750 g Schweinelunge wurde fein zerhackt, mit Sand zer- 
! leben und mit 2000 ccm Wasser wie gew’öhnlich extrahiert. 
Von dem Endextrakt enthielten 450 ccm (nach Aufschluß durch 
Kochen mit verdünnter Schwefelsäure) 0,021 g Purinbasen- 
Stickstoff. 
Ls wurden nun drei gleichartige Versuche angesetzt, 
je mit 450 ccm Extrakt und je mit Beigabe von 0,3 g 
in wenig Normalnatronlauge gelösten Guanins, Diese Reaktions¬ 
gemische wurden getrennt drei Tage lang unter Luftchloroform- 
durchleitung bei 37° gehalten. 
In keinem der drei Versuche fand sich bei deren 
weiterer Verarbeitung Harnsäure. 
Die Rückstände der Harnsäurebestimmungen wurden zu¬ 
sammen verarbeitet. Es konnten daraus 0,38 g Guanin wieder¬ 
gewonnen werden, welche in Sulfat verwandelt wurden. 
0,200° des Sulfats verbrauchten 45,3 crm */««-Normalsalzsäure 
Gef.: 31,71% N 
Verl.: 32,11 > N. 
Aus dem Guaninfiltrat wurden 
0,55 g Xanthin isoliert. 
Dieselben gaben das typische Nitrat und wurden daraus 
als freies Xanthin wiedergewonnen. 
0,1508 g verbrauchten 30,4 ccm 
Verl.: 36,84°/.) N 
Gef.: 36,58°/o N. 
Die Versuche zeigen also, daß der Schwreinelunge 
die Fähigkeit zukommt, Aminopurine in Oxypurine 
umzusetzen, daß aber (wenigstens unter den vorliegenden 
Versuchsbedingungen) im Gegensatz zur Hinderlunge es 
nicht bis zur Bildung von Harnsäure kommt. 
j' 
III. Versuche mit Schweineleber. 
450 ccm des von mir angewandten Extraktes enthielten 
0,039 g Purinbasenstickstoff.
        

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