Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zum Chemismus der Verdauung im tierischen Körper. (II. Mitteilung: Eiweißverdauung im Magendarmkanal)
Person:
London, E. S. A. Th. Sulima
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18257/2/
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E. S. London und A. Th. Sulima 
carbonat(oder hydrat-)lösung oder bei alkalischer Reaktion mit 
einer titrierten Schwefelsäurelösung genau neutralisiert und von 
den isolierbaren unverdauten Eiweißstückchen befreit, mit viel 
Wasser verdünnt, bis zum Sieden erhitzt, dann mit Essigsäure 
schwach angesäuert, wieder erhitzt und noch heiß filtriert. Die 
unverdauten Eiweißstückchen, der durchgewaschene Filterrück¬ 
stand, sowie einige Probestückchen aus dem Nahrungseiweiße 
wurden eingetrocknet. 
Das Filtrat wurde eingedampft bis zu einem Volumen von 
400 ccm und in zwei gleiche Portionen geteilt. Aus einem Teile 
wurden nach der Ammoniumsulfatmethode Albumosen und Pep¬ 
tone mit den Restkörpern getrennt und eingetrocknet. Die zweite 
Portion wurde in gleiche Teile eingeteilt, von welchen der eine 
zur Bestimmung der Trockensubstanz, der zweite zur Bestim¬ 
mung des gesamten Stickstoffs diente, der dritte wurde mit 
dem gleichen Volumen gesättigter Zinksulfatlösung (primäre Al¬ 
bumosen), der vierte mit 73°/o (Deuteroalbumosen A), der fünfte 
mit 83°/o (Deuteroalbumosen B) derselben ausgefallt, und der 
sechste mit gepulvertem Zinksulfat (Deuteroalbumosen C und 
Gesamtalbumosen) gesättigt. Der Zinksulfatniederschlag der 
letzten Portion (Gesamtalbumosen) wurde abgesaugt, mit Schwefel¬ 
säure angesäuert und mit Phosphorwolframsäure zwecks Be¬ 
stimmung der Peptone und der Endkörper ausgefällt. In der 
letzten Zeit benutzten wir zu demselben Zwecke einen besonderen 
(siebenten) Teil der Flüssigkeit (der Albumosenwert wurde sub¬ 
trahiert). In den Albumosenniederschlägen, Phosphorwolfram¬ 
säureniederschlag und Phosphorwolframsäurefiltrat wurde der 
Stickstoff nach Kjeldahl bestimmt. 
Die Quantitäten der einzelnen Abbauprodukte wurden 
folgenderwreise ermittelt: man subtrahiert von dem Stickstoff¬ 
gehalte des betreffenden Niederschlages den des vorhergehenden. 
In den Trockensubstanzen wurde der Aschegehalt bestimmt 
und subtrahiert, so daß sich die betreffenden Zahlen in 
denTabellen und im Texte auf die aschefreie Trocken¬ 
substanzen beziehen. 
Übrigens ist die Analyse nicht in allen Versuchen mit der 
eben angegebenen Vollständigkeit ausgeführt worden.
        

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